Lage und Terroir
Burgund liegt in Frankreich und bildet einen etwa 230 Kilometer langen Streifen von Norden nach Süden. Zur Weinbauregion gehören Chablis und der Grand Auxerrois, die Côte de Nuits, die Côte de Beaune, die Côte Chalonnaise, der Couchois, das Mâconnais und das Châtillonnais.
Das Klima ist überwiegend gemäßigt und wird von kontinentalen, ozeanischen und mediterranen Einflüssen geprägt. Die Weinberge liegen meist an Hängen in etwa 200 bis 500 Metern Höhe. Mergel, Kalkstein und Ton aus überwiegend marinen Juraschichten bilden die wichtigsten Unterböden.
Rebsorten und Weinstile
Die Rebflächen sind vor allem mit Chardonnay und Pinot Noir bestockt, die zusammen den überwiegenden Anteil ausmachen. Weitere zugelassene Rebsorten sind unter anderem Aligoté, Gamay, Sauvignon, César, Pinot Blanc, Pinot Gris, Sacy und Melon.
Burgund erzeugt stille Rot-, Weiß- und Roséweine sowie weißen und roséfarbenen Crémant de Bourgogne. Das Appellationssystem unterscheidet regionale, dörfliche, Premier-Cru- und Grand-Cru-Stufen.
Climats und Weinbau
Ein Bourgogne Climat ist eine genau abgegrenzte Weinbergsparzelle, deren Identität durch geologische, hydrologische, atmosphärische und nach Himmelsrichtung bestimmte Bedingungen geprägt ist. Die Climats der Côte de Nuits und Côte de Beaune südlich von Dijon bis Maranges gehören seit 2015 zum UNESCO-Welterbe.
Die Parzellen werden ganzjährig gepflegt. Dabei wird ein Ansatz verfolgt, der den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln begrenzen und zugleich die Eigenschaften von Boden und Lage bewahren soll. Weine aus einem einzelnen Climat werden getrennt vinifiziert und tragen dessen Namen.
Geschichte und Ausbau
Eine Rede in Autun aus dem Jahr 312 gilt als erste schriftliche Erwähnung des Weinbauterroirs von Burgund. Die Gründung der Abteien Cluny im Jahr 909 und Cîteaux im Jahr 1098 prägte die Entwicklung des Weinbaus im Mittelalter.
Burgund-Weine können in traditionellen 228-Liter-Eichenfässern, in Tanks oder nacheinander in beiden Behältnissen ausgebaut werden. Die Reifezeit kann bis zu 24 Monate nach der Ernte betragen.