Der Chambertin Grand Cru gilt als das Aushängeschild der Domaine. Die Fläche des Chambertin's, die das Weingut heute besitzt, wurde durch verschiedene Zukäufe, Stück für Stück zusammengesetzt. Der letzte Zukauf ereignete sich im Oktober 2009. Der Wein wird zu 100% in neuem Holz ausgebaut. In seinen jüngeren Jahren ist der Wein stark von Wetter und Ausbau geprägt, doch mit zunehmender Reife gewinnt das Terroir vermehrt an Dominanz, wodurch der Wein an Fülle gewinnt. Sein volles Potenzial entfaltet dieser Wein somit erst nach 10-15 Jahren. Der Chambertin hat eine zarte und doch kräftige Fruchtaromatik mit Kirsche und roten Beeren. Dazu eine würzig-kräuterige Note, die an Lakritz erinnert, in Kombination mit einer umwerfenden, feinen Mineralik, gefolgt von einem langen, spektakulären Abgang.
| Alkohol | 14,5 % | |
| Jahrgang | 2019 | |
| Volumen | 0.75l | |
| Weingut | Domaine Armand Rousseau | |
| Rebsorte | Pinot Noir | |
| Lage | Chambertin | |
| Ort | Gevrey-Chambertin | |
| Anbaugebiet | Burgund | |
| Land | Frankreich | |
| Eingelagert | 20.06.2022 |
Chambertin ist eine Grand-Cru-Lage in der Gemeinde Gevrey-Chambertin in der Côte de Nuits im französischen Burgund. Der Weinberg liegt an einem nach Osten ausgerichteten Hang auf etwa 240 bis 280 Metern Höhe.
Die oberen Hangpartien weisen flachgründige, teils alluviale, teils aus Hangschutt entstandene braune Böden auf. Im unteren Bereich finden sich tonig-kalkige Böden. Das Gestein des oberen Hangs ist bathonisch, während die unteren Mergel und Kalke aus Jura und Bajocium stammen.
Die Appellation umfasst 13,14 Hektar Rebfläche. Vorgeschrieben sind mindestens 9.000 Rebstöcke je Hektar, ein Reihenabstand von höchstens 1,25 Metern und ein Abstand von mindestens 0,50 Metern innerhalb der Reihe. Zulässig sind der kurze Rebschnitt und der einfache Guyot-Schnitt mit höchstens acht Fruchtaugen je Rebstock.
Eine dauerhafte Begrünung der Vorgewende ist verpflichtend, Bewässerung ist untersagt. Der zulässige Ertrag beträgt 42 Hektoliter je Hektar, die Höchstertragsgrenze liegt bei 49 Hektolitern je Hektar.
Chambertin ist eine französische Appellation d’Origine Contrôlée für stillen Rotwein, der hauptsächlich aus Pinot Noir erzeugt wird. Chardonnay, Pinot Blanc und Pinot Gris sind als ergänzende Rebsorten zugelassen und zusammen auf 15 Prozent je Parzelle begrenzt. Die Bezeichnung auf dem Etikett muss den Zusatz „Grand Cru“ tragen.
Die Weine werden als tief gefärbt, körperreich und komplex beschrieben, mit festen, zugleich samtigen Tanninen. Ihr Aromenspektrum kann rote und schwarze Früchte, Lakritz, Gewürze, Veilchen und Unterholz umfassen. Der Ausbau muss mindestens bis zum 15. Juni des auf die Ernte folgenden Jahres dauern; die Temperatur der Behälter darf dabei 25 °C nicht überschreiten.
Der Name Chambertin ist seit dem 13. Jahrhundert dokumentiert. Die Grenzen des Weinbergs gelten als seit dem Mittelalter unverändert. Die Appellation Chambertin Grand Cru wurde am 31. Juli 1937 offiziell eingerichtet.
Die Domaine Armand Rousseau hat ihren Sitz in Gevrey-Chambertin im Burgund, Frankreich. Ihre Weinberge liegen in den Gemeinden Gevrey-Chambertin und Morey-Saint-Denis an der Côte de Nuits. Die auf Hängen mit überwiegend östlicher oder südöstlicher Ausrichtung gelegenen Parzellen stehen auf Ton- und Kalkböden, die teils von Kies, Mergel, Kalkgestein und kalkhaltigem Ton geprägt sind.
Die Domaine bewirtschaftet 15,33 Hektar, davon 3 Hektar in Village-, 3,77 Hektar in Premier-Cru- und 8,51 Hektar in Grand-Cru-Appellationen. Im Mittelpunkt steht Pinot Noir. Zum Sortiment gehören unter anderem Gevrey-Chambertin, Chambertin, Chambertin-Clos de Bèze, Charmes-Chambertin, Mazy-Chambertin, Ruchottes-Chambertin und Clos de la Roche.
Die Weine sollen die Eigenheiten der einzelnen Climats ausdrücken. Unterschiede zwischen den Weinen führt die Domaine auf das jeweilige Climat und den Jahrgang zurück.
In den Weinbergen wird durchgehend der einfache Guyot-Schnitt angewendet. Die traditionelle Bewirtschaftung umfasst Erträge von 30 bis 40 Hektolitern je Hektar. Zur Entwicklung einer stärker biologisch ausgerichteten Arbeitsweise wurden unter anderem grüner Schnitt, Laubarbeit und mechanische Bodenbearbeitung ohne Insektizide oder chemische Zusätze eingeführt. Eine Chambertin-Parzelle wird wegen ihrer für Maschinen ungeeigneten Anlage mit Pferd und Pflug bearbeitet.
Die Vinifikation erfolgt traditionell mit möglichst wenigen Eingriffen und einer engmaschigen Kontrolle der Gärungsphasen. Nach Angaben der Domaine haben sich diese Methoden seit den ersten Jahrgängen nur wenig verändert.
Armand Rousseau gründete die Domaine zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus geerbten Weinbergsparzellen in Gevrey-Chambertin. Durch seine Heirat im Jahr 1909 wurde der Besitz erweitert; zugleich kamen Keller- und Keltergebäude hinzu. Zunächst verkaufte er Wein als Fassware an regionale Négociants, später erwarb er unter anderem Parzellen in Charmes-Chambertin, Clos de la Roche und Chambertin und begann, ausgewählte Crus für Restaurants und Privatkunden abzufüllen.
Charles Rousseau trat 1945 in den Familienbetrieb ein und übernahm ihn nach Armand Rousseaus Tod im Jahr 1959. Eric Rousseau kam 1982 hinzu, Cyrielle Rousseau kehrte 2014 dauerhaft zur Domaine zurück.