Lage und Terroir
Morey-Saint-Denis liegt in Burgund. Das Gebiet der Appellation umfasst ausschließlich die Gemeinde Morey-Saint-Denis. Sie befindet sich an einem von Norden nach Süden verlaufenden Relief, das westlich gelegene Kalksteinplateaus von einer Ebene im Osten trennt. Die Weinberge Burgunds liegen meist an nach Osten oder Südosten ausgerichteten Hängen. Deren Neigung unterstützt die natürliche Entwässerung, während die Ausrichtung Morgensonne ermöglicht. Die geologische Grundlage bilden überwiegend wechselnde Mergel- und Kalksteinschichten; rund 95 Prozent der Böden werden als ton- und kalkhaltig beschrieben.
Appellation und Weine
Die Appellation Morey-Saint-Denis wurde am 8. Dezember 1936 anerkannt und umfasst rote sowie weiße Stillweine. Sie kann unter den jeweiligen Produktionsbedingungen durch eine Climat-Bezeichnung, den Zusatz Premier Cru oder durch beides ergänzt werden. In der Gemeinde gibt es 20 offiziell anerkannte Premier-Cru-Climats, darunter La Bussière. Der Morey-Saint-Denis 1er Cru Clos de la Bussière gehört damit zu einem anerkannten Premier-Cru-Climat.
Rotweine basieren hauptsächlich auf Pinot Noir; Chardonnay, Pinot Blanc und Pinot Gris sind als ergänzende Rebsorten zugelassen. Sie werden als fest, strukturiert und nachhaltig beschrieben und zeigen Noten roter und schwarzer Früchte. Gereifte Exemplare können Anklänge von Wild, Leder, Moos und Trüffel entwickeln. Weißweine werden aus Chardonnay und Pinot Blanc erzeugt, im Climat Monts Luisants zusätzlich aus Aligoté, und sind in geringeren Mengen fest, füllig und opulent.
Geschichte und Weinbau
Die Gemeinde hieß früher Morey-en-Montagne und nahm 1927 den Namen Saint-Denis an, der auf ihren bedeutendsten Cru verweist. Seit dem Mittelalter erwarben Klöster, Grundherren und bedeutende Familien aus Burgund Weinberge in Morey-Saint-Denis. Clos de la Bussière ist als ehemaliger Besitz der Abtei La Bussière dokumentiert und seit dem 12. Jahrhundert ein Monopol.
Für die Reben der Appellation gelten mindestens 9.000 Rebstöcke je Hektar. Zulässig sind unter anderem kurze Rebschnitte und Einzelstreckerziehung nach Guyot. Eine dauerhafte Begrünung der Vorgewende ist vorgeschrieben, Bewässerung verboten. Die Weine müssen mindestens bis zum 15. Juni des auf die Ernte folgenden Jahres reifen; kontinuierliche Pressen und Eichenchips sind nicht erlaubt.
Domaine Dujac
Domaine Dujac wurde 1968 in Morey-Saint-Denis gegründet, als Jacques Seysses das Domaine Graillet erwarb und umbenannte. Das Weingut berichtet über eine seit 2011 bestehende Bio-Zertifizierung, Bodenbearbeitung ohne Herbizide, biodynamische Praktiken und Handlese. Je nach Jahrgang werden die Trauben teilweise oder vollständig nicht entrappt, mit natürlichen Hefen vergoren und etwa zwei Wochen lang auf der Maische belassen. Danach folgen leichtes Pigeage, Remontage, pneumatisches Pressen und eine rund 14- bis 18-monatige Reife in Eichenfässern.