Ort · Burgund

Chassagne-Montrachet

Lage und Terroir

Chassagne-Montrachet ist eine Gemeinde und Village-Appellation in der Côte de Beaune im Burgund. Das Appellationsgebiet umfasst außerdem Parzellen in Remigny im Département Saône-et-Loire. Die Weinberge liegen an einem breiten Hang in etwa 220 bis 340 Metern Höhe. Ihre Böden reichen von kiesigem Kalkstein über Mergel bis zu sandigen Böden auf jurassischer Grundlage.

Appellation und Weine

Die Appellation Chassagne-Montrachet besteht seit 1937 und umfasst 55 offiziell anerkannte Premier-Cru-Climats. Dazu zählen unter anderem Clos Saint-Jean und Les Champs Gains. Sie erzeugt sowohl Weiß- als auch Rotweine. Die Weißweine aus Chardonnay und Pinot Blanc werden als strukturiert, rund und mineralisch beschrieben; die Rotweine basieren hauptsächlich auf Pinot Noir und zeigen rote Frucht, Substanz und Gerbstoffe.

Geschichte und Marmor

Historische Quellen beschreiben Chassagne-Montrachet als gallorömische Siedlung, die 886 unter den Namen Cassaneas oder Cassania dokumentiert wurde. Der Weinbau wird lokal auf etwa 280 n. Chr. datiert. Die Gemeinde verfügt außerdem über umfangreiche Marmorsteinbrüche; Chassagne-Stein wurde unter anderem für Gebäude und Monumente wie die Louvre-Pyramide verwendet.

Weinbau

Die Appellationsregeln schreiben eine Pflanzdichte von mindestens 9.000 Rebstöcken je Hektar sowie dauerhaft begrünten Vorgewenden vor. Zugelassen sind unter anderem kurze Rebschnitte und der einfache Guyot-Schnitt. Beim Domaine Ramonet werden die Trauben von Hand gelesen, die Böden bearbeitet und die Erträge kontrolliert; die Weine reifen traditionell je nach Appellation etwa zwölf bis 18 Monate in Eichenfässern.

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Burgund