Lage und Einordnung
Chassagne Montrachet ist eine Appellation auf Village-Ebene in der Côte de Beaune im Burgund. Das abgegrenzte Erzeugungsgebiet umfasst die Gemeinden Chassagne-Montrachet und Remigny. Die Chassagne-Montrachet AOC wurde 1937 anerkannt.
Landschaft und Böden
Die Weinberge liegen auf etwa 220 bis 325 Metern Höhe. Die geologische Abfolge wird oben durch Rauracian sowie darunter durch Callovian und Argovian beschrieben. Die Böden reichen von kiesigem Kalkstein und Mergel bis zu sandigen Böden auf jurassischer geologischer Basis.
Weine und Climats
Die Appellation erzeugt Weiß- und Rotweine. Für Weißweine sind Chardonnay und/oder Pinot Blanc vorgeschrieben; Rotweine müssen hauptsächlich aus Pinot Noir bestehen, ergänzt durch Chardonnay, Pinot Blanc und Pinot Gris. Die Appellation umfasst 55 Premier-Cru-Climats, deren Name auf dem Etikett nach dem Appellationsnamen angegeben werden kann.
Anbau und Ausbau
Die Rebdichte beträgt mindestens 9.000 Rebstöcke je Hektar, bei höchstens 1,25 Metern Reihenabstand und mindestens 0,50 Metern Abstand innerhalb der Reihe. Zulässig sind kurze Erziehung sowie der einfache Guyot-Schnitt. Die Grund-Erträge liegen bei 45 Hektolitern je Hektar für Weißwein und 40 für Rotwein; bei Climat- oder Premier-Cru-Weinen bei 55 beziehungsweise 48 Hektolitern. Kontinuierliche Pressen sind verboten, und die Weine müssen bis mindestens zum 15. Juni des auf die Ernte folgenden Jahres lagern.