Lage und Landschaft
Müllheim liegt im Markgräflerland zwischen der Oberrheinebene und den Ausläufern des südlichen Schwarzwalds. Sanft abfallende Weinberghänge führen zur Rheinebene, während der Schwarzwald im Osten ansteigt.
Klima und Weinbau
Das Gebiet gehört zur Naturregion Oberrheinebene. Für die Hauptwachstumszeit sind im Markgräflerland etwa 1.300 bis 1.400 Sonnenstunden dokumentiert, die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 800 bis 900 Millimetern. Das kommunale Klimaprofil weist auf eine zunehmende Hitzeexposition mit mehr heißen Tagen und Tropennächten sowie auf eine saisonale Verschiebung des Niederschlags zu feuchteren Wintern und trockeneren Sommern hin.
Auf der Müllheimer Gemarkung liegen rund 524 Hektar Rebfläche. Weinbau und Kellerarbeit prägen den Ort seit Jahrhunderten; der jährliche Weinmarkt findet seit 1872 statt.
Rebsorten und Weinprofil
Der Gutedel ist die historisch charakteristische Rebsorte Müllheims und des Markgräflerlands. Sein Anbau in der Region ist seit mehr als 200 Jahren belegt; Rebmaterial wurde 1780 durch Markgraf Karl Friedrich von Baden in das Markgräflerland eingeführt. Das lokale Weinprofil umfasst außerdem Weißburgunder, Grauburgunder, Müller-Thurgau und Spätburgunder.
Böden der Weinlagen
Die Weinlage Reggenhag ist durch kalkhaltigen Unterjura geprägt, während das angrenzende Pfaffenstück steiler und steiniger beschrieben wird. In der Sonnhalde kommen im Süden Lössböden und im Westen schwerere Lehmböden vor. Der Römerberg liegt auf tertiärem Kalkkonglomerat mit Muschel- und fossilen Sandeinschlüssen und wird als steiler, humusreicher Hang beschrieben.