Lage und Landschaft
Baden ist ein deutsches Weinbaugebiet, das sich vom Taubertal im Norden über die Oberrheinebene bis zum Bodensee und zur Schweizer Grenze erstreckt. Die Region ist rund 400 Kilometer lang und in neun Teilgebiete gegliedert. Zu den Landschaften zählen Bereiche am Oberrhein und am Schwarzwald sowie Kaiserstuhl, Tuniberg, Markgräflerland und der Bodenseeraum.
Klima und Böden
Baden weist allgemein ein sonniges und warmes Klima auf. Der Kaiserstuhl gilt als wärmstes Weinbaugebiet Deutschlands. Die Böden reichen von Muschelkalk im Tauberfranken bis zu Kombinationen aus Keuper, Lehm, Löss, Granit, Ton, Kalk und Sand. Der Kaiserstuhl ist ein erloschenes Vulkangebirge, während im Bodenseeraum Gletschermoränen prägend sind.
Rebsorten und Anbaufläche
2025 umfasste die Rebfläche 15.142 Hektar. Mit 9.162 Hektar entfielen 61 Prozent davon auf Rebsorten der Burgunderfamilie. Spätburgunder war mit 4.765 Hektar die führende Rebsorte, gefolgt von Weißburgunder mit 1.640 Hektar. Weitere wichtige Rebsorten sind Müller-Thurgau, Grauburgunder, Gutedel und Riesling. Souvignier Gris, in Freiburg gezüchtet, wuchs 2025 auf 188 Hektar.
Weinstile und rechtlicher Rahmen
Die unterschiedlichen Landschaften und Klimabedingungen der neun Teilgebiete ermöglichen eine breite Palette an Weinstilen. Baden ist stark burgunderorientiert und erzeugt neben Spätburgunder, Grauburgunder und Weißburgunder auch Weine aus Riesling, Müller-Thurgau und Gutedel. Gutedel ist eine regionale Weißweinspezialität des Markgräflerlands. Baden ist ein gesetzlich bestimmtes deutsches Qualitätsweinanbaugebiet und als einziges deutsches Weinbaugebiet der EU-Weinbauzone B zugeordnet. Die Bezeichnung „Steillage“ ist auf Weine aus Trauben von Rebflächen mit mindestens 30 Prozent Hangneigung beschränkt.