Ort · Baden

Bad Bellingen

Lage und Landschaft

Bad Bellingen liegt im Weinbaugebiet Markgräflerland im Südwesten Badens, an der östlichen Seite des Oberrheingebiets nahe dem südlichen Schwarzwald. Das Weinbaugebiet Baden ist eine rechtlich geschützte deutsche Weinbauregion; das Markgräflerland gehört zu seinen geschützten Teilgebieten.

Die Weinberge reichen von der Oberrheinebene in Richtung der Hänge des südlichen Schwarzwalds und liegen regional etwa 230 bis 480 Meter über dem Meeresspiegel. Das Klima gilt als sonnig und warm: Während der Hauptwachstumszeit werden etwa 1.300 bis 1.400 Sonnenstunden erreicht, die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei rund 800 bis 900 Millimetern. Prägende Böden sind Löss, schwerer Mergel und toniger Lehm; in höheren Lagen kommen verwitterte Gesteinsböden vor.

Weinbau und Rebsorten

Das Markgräflerland umfasst rund 3.200 Hektar Rebfläche, davon etwa 70 Prozent mit weißen Rebsorten. Gutedel ist die führende weiße Rebsorte der Region und wird in Deutschland vor allem hier angebaut. Weitere dokumentierte Rebsorten sind Müller-Thurgau, Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder.

Weine aus Gutedel und Müller-Thurgau werden regional häufig als leichte, säurearme Trinkweine ausgebaut. Gutedel gibt es auch als Prädikatswein sowie unter den Bezeichnungen Chasslie oder Chasselas. Der Bamlacher Kapellenberg steht in Verbindung mit der Wallfahrtskapelle Maria Hügel oberhalb von Bamlach. Der offizielle Weinweg bezeichnet das angrenzende Schliengener Sonnenstück als benannte Großlage.

Geschichtlicher Bezug

Gutedel wurde 1780 auf Initiative des badischen Markgrafen Karl Friedrich mit Reben aus dem Gebiet von Vevey am Genfersee im Markgräflerland eingeführt. Nach der Anerkennung als staatlich anerkannter Kurort erhielt die Siedlung 1968 den Zusatz „Bad“. Die heutige Gemeinde Bad Bellingen entstand im Zuge der Gemeindereform von 1975.

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Baden