Lage und Weinbau
Forst ist eine Ortsgemeinde in der Pfalz in Rheinland-Pfalz. Der Ort liegt an der Deutschen Weinstraße am Rand des Pfälzerwaldes und gehört zum Weinbaugebiet Mittelhaardt–Deutsche Weinstraße. Die geschützte Lage am Pfälzerwald steht mit einem milden Klima in Verbindung, das den Weinbau unterstützt.
Böden und Weinlagen
Die rund 200 Hektar Rebfläche liegen im niedrigen Vorhügelland auf etwa 100 bis 170 Metern Höhe; mehrere Weinlagen weisen sanfte Hänge auf. Die Böden bestehen aus Mischungen von Basalt, verwittertem Sandstein oder Sandsteinschotter, Kalk, Lehm und Ton. Im Forster Ungeheuer finden sich Buntsandstein, Kalksteinschotter und Basalt. Der Jesuitengarten umfasst unter anderem sandigen Ton, kalkhaltigen sandigen Lehm mit Kalksteinschotter, basaltisches Verwitterungsmaterial und Humus.
Rebsorte und Weinstil
Riesling ist die wichtigste für Forst dokumentierte Rebsorte. Das Kirchenstück ist ausschließlich mit Riesling bepflanzt, während der Jesuitengarten überwiegend Riesling trägt. Forster Rieslinge werden als strukturiert und mineralisch mit ausgeprägter Säure beschrieben; im Jesuitengarten wird das Zusammenspiel von Frucht und mineralischem Charakter hervorgehoben. Forst liegt im geografischen Gebiet der geschützten Ursprungsbezeichnung „Pfalz“ sowie der geschützten geografischen Angabe „Pfälzer Landwein“.
Geschichtliche Bezüge
Forst ist erstmals 1100 urkundlich belegt. Ein eigenständiges gemeindliches Weinbergsterritorium bestand erst ab 1820, obwohl der Ort zuvor einen eigenen Wald besaß. Der Name Jesuitengarten verweist auf frühere Besitzungen von Jesuitenklöstern; die Lage erhielt 1828 in der bayerischen Weinbergklassifikation die zweithöchste Einstufung. Die historische Bezeichnung „Am Frienacker“ aus dem Jahr 1460 steht mit dem Namen Freundstück in Verbindung.