Lage und Topografie
Ungeheuer liegt oberhalb von Forst in der Pfalz. Die Weinlage erstreckt sich auf etwa 125 bis 180 Metern Höhe und steigt zum Haardtrand hin an. Sie ist nach Osten bis Südosten ausgerichtet und weist Neigungen von bis zu 30 Prozent auf. Etwa 60 Prozent der Fläche fallen zum Waldrand ab, während rund 40 Prozent flach sind.
Klima und Böden
Die mittlere Hanglage ist vor Westwinden geschützt und gilt als mit früherer Reife sowie einem dokumentierten Reifevorsprung verbunden. Die Weinberge von Forst, einschließlich Ungeheuer, werden als besonders mildklimatisch beschrieben. Der Boden wird von verwittertem Buntsandstein mit Lehm- und Kalkanteilen, Kalksteingeröll sowie örtlich vorkommendem vulkanischem Basalt geprägt. Wasserspeicherfähigkeit unterstützt die Wasserversorgung und den Zugang der Reben zu mineralischen Nährstoffen.
Rebsorten und Weinstil
Ungeheuer ist als VDP.GROSSE LAGE® klassifiziert; als klassifizierte Rebsorte ist Riesling ausgewiesen. In der Lage werden außerdem Riesling und Scheurebe angebaut. Die Weine werden mit feiner Frucht, mineralischem Charakter und substanzvoller Fülle verbunden.
Fläche und Geschichte
Die klassifizierte Fläche umfasst 35,00 Hektar. Für die Weinlage werden kommunal etwa 29 Hektar beziehungsweise 29,15 Hektar angegeben. Ungeheuer wurde in der bayerischen Bodenklassifikation von 1828 als Spitzenlage bewertet. Der Name geht nach kommunaler Überlieferung auf die Bezeichnung „Ungehuwer“ aus dem Jahr 1460 zurück; die Bezeichnung „Forster Ungeheuer“ wird auf Johann Adam Ungeheuer, einen Stadtschreiber in Deidesheim, im Jahr 1699 zurückgeführt. Mit den Weinen wird außerdem eine Otto von Bismarck zugeschriebene Bemerkung verbunden.