Der Pechstein Riesling vom Weingut Reichsrat von Buhl ist für seinen ausgeprägten Charakter bekannt, der vor allem durch das einzigartige Terroir des Forster Pechstein geprägt wird. Der Boden dieses Weinbergs ist reich an Basalt, einer Hinterlassenschaft seines Ursprungs aus einem alten Vulkan, dem Pechsteinkopf, der große Mengen vulkanisches Gestein verteilte. Dies führt zu Weinen mit einer ausgeprägten Mineralität und einer klaren Terroir-Expression. Das komplexe Zusammenspiel von Mineralität und Säure im Pechstein Riesling macht ihn zu einem herausragenden Beispiel für das, was die Pfalz in Bezug auf Riesling zu bieten hat.
| Alkohol | 13,0 % | |
| Jahrgang | 2016 | |
| Volumen | 1.5l | |
| Weingut | Weingut Reichsrat von Buhl | |
| Rebsorte | Riesling | |
| Lage | Pechstein | |
| Ort | Forst | |
| Anbaugebiet | Pfalz | |
| Land | Deutschland | |
| Eingelagert | 13.05.2023 |
Pechstein ist eine Weinlage in Forst im Anbaugebiet Pfalz in Deutschland. Der VDP klassifiziert sie als VDP.GROSSE LAGE®. Als klassifizierte Rebsorte ist Riesling ausgewiesen.
Die Lage befindet sich auf etwa 120 bis 150 Metern Höhe und weist eine leichte Hangneigung von rund 6 bis 10 Prozent auf. Sie ist nach Südosten ausgerichtet und steigt zum Waldrand hin an. Die hohe Sonneneinstrahlung trägt zur Erwärmung des Bodens und zu hoher Traubenreife bei.
Der Boden enthält Basaltgeröll und Basaltadern sowie verwitterten Buntsandstein, sandigen Lehm und tonreiches Material. Der Lehm- und Tonanteil sorgt für eine hohe Wasserspeicherfähigkeit. Der Basalt steht mit dem erloschenen Vulkan Pechsteinkopf oberhalb von Forst in Verbindung; im 19. Jahrhundert wurde zudem Basaltgeröll aus einem nahe gelegenen Steinbruch zur Bodenverbesserung in die Weinberge eingebracht. Die Rieslinge aus Pechstein werden als mineralisch, feintexturiert, schlank und anhaltend beschrieben, mit Aromen von Zitrusfrüchten und Feuerstein.
Das Weingut Reichsrat von Buhl hat seinen Sitz in Deidesheim und bewirtschaftet Weinberge in Deidesheim, Forst und Ruppertsberg in der Pfalz, im Bereich Mittelhaardt. Die Rebfläche umfasst 60,40 Hektar. In den Weinbergen finden sich verwitterter Buntsandstein, Basalt, verwitterter Kalkstein und sandiger Lehm.
Die Weinberge werden seit 2006 nach der EU-Öko-Verordnung bewirtschaftet; der Zertifizierungscode lautet DE-ÖKO-003. Mehr als die Hälfte der Rebfläche ist als VDP.Erste Lage oder VDP.Grosse Lage klassifiziert. Der Rebsortenanteil beträgt 72 Prozent Riesling, 12 Prozent Spätburgunder, 6 Prozent Chardonnay und 10 Prozent weitere Rebsorten.
Das Weingut erzeugt Rieslingweine und Schaumweine. Die acht Grosses-Gewächs-Lagen in Deidesheim, Forst und Ruppertsberg sind ausschließlich mit Riesling bepflanzt. Als angestrebten Weinstil beschreibt das Weingut präzise und klare Weine, die Weinberg, Lage und Rebsorte widerspiegeln. Die Weine vergären weiterhin im historischen Weinkeller des Anwesens.
Franz Peter Buhl gründete das Gut 1849 durch die Aufteilung des ursprünglichen Jordan-Guts in drei eigenständige Weingüter. Ein Riesling von Reichsrat von Buhl wurde 1869 bei der offiziellen Eröffnung des Suezkanals ausgeschenkt. Die Gebäude und Weinkeller des Anwesens stehen unter Denkmalschutz und stammen aus der Zeit des späten Barocks.