Lage und Einordnung
Elster ist eine offiziell eingetragene Einzellage in Forst an der Weinstraße in der Pfalz. Sie gehört zum Bereich Mittelhaardt/Deutsche Weinstraße und liegt am südlichen Ortsrand zwischen der Deutschen Weinstraße und dem Haardtrand.
Topografie und Böden
Die vergleichsweise flache Lage erstreckt sich auf 120 bis 145 Metern über dem Meeresspiegel. Sie ist von Norden nach Süden ausgerichtet und weist eine durchschnittliche Hangneigung von vier Prozent auf. Der Boden besteht aus Buntsandsteinschotter und lehmigem Sand; zudem treten farbige verwitterte Sandsteinaufschlüsse auf.
Rebflächen und Weine
Für die Ernte 2024 sind 7,7 Hektar bestockte Rebfläche amtlich erfasst. Das VDP-Lagenprofil weist eine klassifizierte Fläche von 8,00 Hektar aus. Riesling ist dort als klassifizierte Rebsorte angegeben; nach Angaben einer örtlichen Winzervereinigung werden außerdem überwiegend Riesling und Spätburgunder angebaut. Die leichten, sandigen Böden werden mit fruchtigen Weinen und meist harmonischer Säure verbunden. In besonderen Jahrgängen sind auch natürlich süße Weine aus besonders reifen, von Botrytis cinerea befallenen Trauben dokumentiert.
Name und Klassifikation
Der Name Elster leitet sich vom Siedlungsnamen Ellerstadt und nicht vom gleichnamigen Vogel ab. Die Lage zählte zu den historischen Forster Einzellagennamen, die bei der Reform des deutschen Weingesetzes von 1971 erhalten blieben. Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz führt Elster als Weinlagenummer 820810 innerhalb der Großlage Mariengarten. Der VDP klassifiziert Forster Elster als VDP.ERSTE LAGE®; diese Einstufung ist eine private VDP-Klassifikation und keine gesetzliche deutsche Weinbezeichnung.