Lage und Weinbau
Das Weinbaugebiet von Baden-Baden konzentriert sich auf das Rebland mit den Stadtteilen Neuweier, Steinbach und Varnhalt. Es liegt zwischen den Ausläufern des Schwarzwalds und der Oberrheinebene und gehört zum Anbaugebiet Baden, einer gesetzlich definierten Qualitätsweinregion. Baden ist Deutschlands einziges Weinbaugebiet in der EU-Weinbauzone B.
Terrassen und Kleinklima
Das Rebland umfasst sonnige Weinbergterrassen, Hanglagen und Steillagen. Ältere Weinberge weisen Trockenmauern auf; steile und ehemals bewirtschaftete Rebflächen werden gepflegt, um eine Verbuschung zu verhindern. Zwischen Schwarzwald und Rheinebene entstehen lokale Kaltluftströme, wobei Weinberge und offene Täler wichtige Kaltluftentstehungsgebiete sind. Neuweier liegt in einem Becken zwischen Schartenberg und Yburg.
Böden und Rebsorten
Der Mauerberg weist Böden aus verwittertem Granit auf. Der Klosterbergfelsen liegt auf etwa 300 Metern Höhe und enthält Arkosesandstein, vermischt mit Schiefer, Argillit, vulkanischem Gestein und örtlichen Rotliegend-Formationen. Im Rebland werden unter anderem Riesling, Spätburgunder, Grauburgunder und Chardonnay angebaut.
Geschichte und Weincharakter
In Neuweier wurden 1785 Rieslingreben aus den Gebieten Nierstein und Laubenheim eingeführt. Der Weinbau am Klosterbergfelsen ist seit 1268 dokumentiert, als nahe dem mit Lichtenthal verbundenen Zisterzienserkloster Reben gepflanzt wurden. Riesling vom Mauerberg wird als mineralisch und elegant beschrieben, während Weine vom Klosterbergfelsen mit ausgeprägter Frische und Säure verbunden sind.