Lage und Einordnung
Die Sonnhalde ist eine gesetzlich bezeichnete Einzellage im Weinbaugebiet Breisgau. Ihre eingetragenen Gemeinde- beziehungsweise Ortsteilbezeichnungen sind Buchholz, Denzlingen und Sexau. Die Weinberge umfassen Buchholz, einen Ortsteil von Waldkirch, sowie Flächen in Denzlingen und Sexau.
Topografie und Böden
Die Buchholzer Sonnhalde umfasst Hang- und Steillagen, darunter Parzellen im Bereich Wachtbühl. Sie ist sonnig ausgerichtet und in mehrere Weinbergsparzellen gegliedert. Für die Sonnhalde sind Gneis-Verwitterungsböden dokumentiert; einige Parzellen weisen nur eine sehr dünne Bodenauflage auf, die zur Wärmespeicherung beiträgt. Steile Hänge und geringe Erträge gelten als dokumentierte Weinbergsmerkmale.
Klima und Bewirtschaftung
Für den Bereich der Sonnhalde in Buchholz und Sexau werden etwas höhere Niederschläge, besonders während heißer Sommerperioden, sowie deutliche Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen dokumentiert. In einem Weinbergprojekt in der Buchholzer Sonnhalde erfolgt die Pflege durch Mitglieder unter fachlicher Anleitung, vollständig in Handarbeit und nach ausgewiesenen ökologischen Standards. Für ausgewählte Parzellen sind zudem manuelle Triebreduzierung, Ertragsreduzierung während der Vegetationsperiode und selektive Handlese belegt.
Rebsorten und Weine
Aus Sonnhalde-Parzellen sind Weißburgunder, Grauburgunder, Riesling, Blauer Spätburgunder und Chardonnay dokumentiert. Das Weinspektrum umfasst trockene weiße Lagenweine, trockene Spätlesen, trockene sowie milde oder halbtrockene Spätburgunder und Sekt. Ein Weißburgunder aus der Buchholzer Parzelle Riddele wurde spontan vergoren, im 500-Liter-Eichen-Tonneau ausgebaut und sechs Monate auf der Hefe gelagert. Ein Sexauer Sonnhalde-Spätburgunder entstand durch traditionelle Maischegärung im Edelstahltank und reifte anschließend mehr als zwölf Monate in einem 2.400-Liter-Holzfass. Der Weinbau in Buchholz ist seit 1833 dokumentiert.