Lage und Einordnung
Die Bezeichnung Heitersheimer Maltesergarten ist rund um Heitersheim im Markgräflerland dokumentiert. Sie umfasst auch Parzellen in den Gemarkungen Heitersheim und Gallenweiler. Als Einzellage gehört der Heitersheimer Maltesergarten zur Großlage Lorettoberg. Der Name steht im Zusammenhang mit ehemaligen Ländereien des Malteserordens rund um Heitersheim. Daneben ist in Buggingen eine Bezeichnung Bugginger Maltesergarten dokumentiert.
Klima, Relief und Böden
Für den Heitersheimer Maltesergarten werden eine mittlere Jahrestemperatur von 10 bis 11 °C und ein Jahresniederschlag von 750 bis 850 mm angegeben. Kühlende Nachtwinde aus dem Schwarzwald erreichen die Weinlage. Rund 80 Prozent der Fläche weisen eine sanfte Neigung von 0 bis 20 Prozent auf; die Ausrichtung ist überwiegend südlich bis südwestlich. Das Relief wird als sanft bis deutlich gewölbt beschrieben. Die Böden bestehen aus Löss und Lösslehm, darunter tiefgründige, kalkreiche Lössböden.
Rebsorten und Weine
Aus dem Maltesergarten sind Gutedel (Chasselas), Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder dokumentiert. Für den Bugginger Maltesergarten sind zusätzlich Gewürztraminer und Ruländer belegt. Zu den dokumentierten Weinen zählen trockener Weißburgunder und trockener Spätburgunder. Der Spätburgunder stammt aus alten Reben und ist als Qualitätswein ausgewiesen.
Bewirtschaftung und Ausbau
Die von Walz bewirtschafteten Weinberge werden nach Richtlinien des ökologischen Landbaus ohne synthetische Dünger und chemischen Pflanzenschutz kultiviert. Für einen Spätburgunder wurden Trauben aus alten Reben selektiv gelesen, von Hand geerntet und bei sehr niedrigen Erträgen gewonnen. Bei einem dokumentierten Weißburgunder reiften 20 Prozent des Weins zwölf Monate in Tonneau-Fässern. Der genannte Spätburgunder wurde mit sehr wenig Holzausbau gereift.