Lage · Baden

Klostergut Fremersberger Feige

Lage und Geschichte

Das Klostergut Fremersberger Feige ist das historische Monopol Feigenwäldchen am Fremersberg nahe Baden-Baden und Sinzheim. Der Name geht auf den Feigenanbau durch Franziskanermönche zurück; Feigenbäume stehen weiterhin am Standort. Der erste dokumentierte Weinbau am Klostergut Fremersberg wird auf das Jahr 1750 datiert.

Standort und Reben

Die Anlage liegt in einem bewaldeten Talkessel mit steilen Terrassen. Die zentrale Gartenparzelle ist von Trockenmauern eingefasst. Die Böden bestehen aus verwittertem Buntsandstein; in der Spätburgunderparzelle kommt zusätzlich Rotliegendes vor. Das Monopol ist überwiegend mit Riesling bepflanzt und umfasst eine kleine Spätburgunderparzelle. Sehr alte Rieslingreben weisen Klone auf, die möglicherweise vor dem massenhaft vermehrten Rebmaterial der 1970er- und 1980er-Jahre entstanden.

Mikroklima und Bewirtschaftung

Der Standort wird durch warme Tagestemperaturen, kühle Nachtluft und geringe Frostneigung geprägt. Die Weinberge werden biodynamisch bewirtschaftet; ab dem Jahrgang 2022 ist diese Arbeit nach dem Demeter-Schema zertifiziert.

Weine und Ausbau

Aus dem Riesling entstehen ein trockener Stillwein sowie ein Riesling-Sekt im Extra-Brut-Stil. Der Jahrgang 2024 des trockenen Rieslings weist 12 % Alkohol, 7,4 g/l Säure und 0 g/l Restzucker auf und reift in einem großen Fass aus Fremersberger Eiche. Der Sekt wird traditionell auf der Flasche vergoren und mehr als 42 Monate auf der Hefe gelagert. Der dokumentierte Spätburgunder ist ein trockener Rotwein mit kühlerem Stil, Frische und feiner Struktur; er reifte mehr als 22 Monate in Barriques.

Anbaugebiet
Baden

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Baden