Lage und Einordnung
Haselstaude ist eine rechtlich ausgewiesene Einzellage im Weinbaugebiet Breisgau. Die Bezeichnung umfasst Kippenheim, Mahlberg und Sulz. Der Weinberg liegt oberhalb der Maria-Frieden-Kapelle in Kippenheim, an den Ausläufern des Schwarzwalds mit Blick über die Oberrheinebene.
Klima und Böden
Die sonnenzugewandte Hanglage und die beschriebenen sonnigen Rebterrassen erhalten Morgensonne und kühlende Abendwinde. Haselstaude gehört zum Breisgau, den die örtliche Winzergenossenschaft als eine der warmen Klimazonen Deutschlands beschreibt. Die Böden bestehen aus kalkhaltigem Löss und Lehm über mineralreichem Kalkstein; zudem werden Löss und verwitterter Muschelkalk genannt. Ein geologischer Aufschluss ist dem Unteren Muschelkalk zugeordnet.
Geschichte
In Haselstaude wird nach Angaben der Gemeinde Kippenheim mindestens seit dem 14. Jahrhundert Wein angebaut. Zur historischen Weinproduktion gehörten Zehntabgaben an Klöster, insbesondere an Ettenheimmünster, sowie an örtliche adlige Grundherren.
Rebsorten und Weine
Mit der Lage werden Spätburgunder, Weißburgunder, Grauburgunder, Riesling, Müller-Thurgau, Sankt Laurent und Regent verbunden. Dokumentiert sind fruchtbetonte Weine sowie trockene Kabinettweine aus Weißburgunder, Riesling und Spätburgunder. Spätburgunder wird aus Trauben der Haselstaude erzeugt. Spezialqualität wird von Hand gelesen; die Vinifizierung erfolgt durch Kellermeister im Badischen Winzerkeller in Breisach.