Lage und Einordnung
Der Elisabethenberg liegt an den südwestlichen Hängen des Hohentwiel und ist mit Hilzingen und Singen in Baden verbunden. Der Erzeuger führt ihn als Einzellage innerhalb der Großlage Hohentwiel.
Höhenlage und Böden
Die Weinberge reichen bis auf etwa 560 Meter über dem Meeresspiegel und sind süd-südwestlich ausgerichtet. Höhe und Ausrichtung prägen das Mikroklima. Im oberen Bereich herrscht Boden aus vulkanischer Verwitterung vor, am Fuß der Hänge verbindet er sich mit glazialer Endmoräne. Das vulkanische Umfeld des Hohentwiel umfasst Phonolith und verwittertes vulkanisches Material.
Bewirtschaftung und Geschichte
Die Familie Vollmayer kultiviert am Elisabethenberg seit 1928 Reben. Die Lage wurde ab 1934 neu bepflanzt, zunächst auf 3,85 Hektar; 1962 entstanden am Fuß der Hänge die ersten Wirtschaftsgebäude. Seit 2010 wird ökologisch gewirtschaftet, seit dem Jahrgang 2013 ist der Betrieb nach eigenen Angaben biozertifiziert. Zu den dokumentierten Maßnahmen gehören ökologische Bewirtschaftung, Maßnahmen zur Förderung der Bodengesundheit und Ertragsreduzierung.
Rebsorten und Weinausbau
Im Elisabethenberg-Monopol werden Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Sauvignon blanc, Riesling, Müller-Thurgau und Spätburgunder kultiviert. Die Elisabethenberg-Weine sind in Gutslage, Berglage und Höchste Lage gegliedert: Sie stehen jeweils für fruchtbetonte, frische Weine, mineralisch strukturierte Weine sowie Weine aus den höchsten Parzellen mit Reifepotenzial. Nach dem kurzen Transport in den Keller werden die Trauben rasch und schonend verarbeitet. Eine kontrollierte Gärung, längere Lagerung auf der Feinhefe, traditionelle Maischegärung und Ausbau im Holzfass gehören zu den dokumentierten Kellerpraktiken. Ausgewählte Weine der höchsten Parzellen reifen im Holz und werden ohne Filtration abgefüllt.