Lage und Landschaft
Der Schloßberg liegt auf dem Staufener Schlossberg in Staufen im Breisgau, in der Vorbergzone des Schwarzwalds im Markgräflerland und damit in Baden. Der markante, becken- oder kegelförmige Vorberg erhebt sich über der historischen Stadt. Die Rebflächen liegen unterhalb der Burgruinen an steilen, nach Süden und Südwesten ausgerichteten Hängen.
Böden und Klima
Der Schlossberg ist ein verkippter Vorbergrest rund 500 Meter nordwestlich der Schwarzwald-Randverwerfung. Hauptrogenstein bildet eine widerstandsfähige Deckschicht über weicheren mittleren Juraschichten; an der Westseite liegt tertiäres Konglomerat. Für Parzellen werden Muschelkalk und gelber Schiefer mit eisenhaltigen Mineralen beschrieben. Der exponierte Standort erhält intensive Sonneneinstrahlung und kühlende Winde aus der Rheinebene.
Terrassen und Geschichte
Die Rebflächen sind durch Mauern, kleine Terrassen, Steinstufen und Entwässerungsöffnungen gegliedert. Ihre kleinteilige Struktur ist seit dem 18. Jahrhundert weitgehend erhalten; ein Katasterplan von 1772 verzeichnet Reben an den Südwest-, Süd- und Osthängen. Der Weinbau am Staufener Schlossberg ist mindestens seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert. Die steilen Terrassen werden weiterhin in erheblichem Umfang von Hand bewirtschaftet.
Rebsorten und Ausbau
Dokumentiert sind Gutedel, Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder, Chardonnay und Cabernet Sauvignon. Standortweine umfassen trockenen Gutedel, Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder sowie weiße und rote Weine mit Qualitätswein- und Prädikatsweinbezeichnungen. Beschrieben sind unter anderem Handlese in kleinen Kisten, eine schonende Verarbeitung im Schwerkraftverfahren, eine natürliche Klärung weißer Moste, Hefelager sowie lange Maischezeiten und reduktiver Ausbau in Holzfässern. Ein Grauburgunder wurde teilweise spontan in einem 500-Liter-Fass und teilweise im Edelstahltank vergoren.