Lage · Baden

Schlipf

Lage und Klima

Der Weiler Schlipf ist eine Weinberglage am Tüllinger Berg in der Gemeinde Weil am Rhein in Baden, direkt an der Schweizer Grenze. Der Standort wird als Deutschlands südwestlichster Weinberg beschrieben. Die exponierte Lage erhält tagsüber Luftströmungen durch das Burgundische Tor und nachts Kaltluft aus dem Schwarzwald und den Alpen.

Topografie und Böden

Die Weinberglage erstreckt sich an einem steilen, südwestlich ausgerichteten Hang mit 30 bis 40 Prozent Gefälle auf etwa 315 bis 330 Metern über NHN. Die Böden bestehen aus schwerem Lehm und Tonmergel mit Kalksteineinschlüssen in der oberen Schicht über wasserführenden Kalkgesteinsschichten. Eine geologische Informationstafel beschreibt außerdem kalkhaltige schwere Lehmböden über relativ undurchlässigen Sandsteinplatten.

Reben und Weinbereitung

Das Areal umfasst nach Angaben des Erzeugers ungefähr 20 Hektar. Für den Weiler Schlipf sind Spätburgunder und Chardonnay dokumentiert. Die Weine werden als Lagenwein klassifiziert; der Erzeuger dokumentiert eine spontane Gärung sowie den Ausbau in Holzfässern und Barriques.

Name und Geschichte

Der Name Schlipf geht auf einen alemannischen Ausdruck im Zusammenhang mit Abrutschen oder Erdrutschen zurück. Für das Jahr 1758 ist ein großer Erdrutsch am Standort dokumentiert. Ein Register belegt außerdem Weinabgaben des Klosters St. Blasien aus Weil am Rhein und dem schweizerischen Riehen im Schlipf für den Zeitraum von 1772 bis 1778.

Anbaugebiet
Baden

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Baden