Lage und rechtliche Einordnung
Renchtäler ist eine offiziell anerkannte Einzellage im Weinbaugebiet Ortenau in Baden. Die rechtliche Zuordnung umfasst Bottenau, Erlach, Lautenbach, Nesselried, Nußbach, Oberkirch, Ödsbach und Ulm. Erlach und Ulm sind dabei Renchen, Nesselried Appenweier sowie Lautenbach und Oberkirch direkt zugeordnet. Renchtäler gehört zur Großlage Fürsteneck.
Böden und Geschichte
Als Terroir werden verwitterte Granitböden beziehungsweise Granitverwitterungsgestein beschrieben. Im Jahr 1607 wurden auf dem Gelände von Fürsteneck und Ullenburg 10.000 Reben mit dem Ziel gepflanzt, ein Zentrum des Renchtäler Weinbaus zu entwickeln.
Rebsorten und Weinstile
Mit Renchtaler Weinen sind Grauburgunder, Weißburgunder, Müller-Thurgau, Riesling und Spätburgunder verbunden. Dokumentierte Angebote umfassen Riesling, roten Spätburgunder, Grauburgunder, Müller-Thurgau, Weißherbst und Rosé-Schaumwein.
Bewirtschaftung
Historische Dokumentationen beschreiben kleine Terrassen an Hängen mit mehr als etwa 40 bis 45 Prozent Neigung sowie den Einsatz von mechanischem Antrieb nach der Flurbereinigung. Zudem wurde zu standortgerechten Pflanzungen und einer flexiblen Lesezeit zur Einhaltung von Qualitätsstandards beraten.