Lage und Stadtgebiet
Renchen ist eine Stadt im Ortenaukreis in Baden-Württemberg und umfasst die Ortsteile Erlach und Ulm sowie die Siedlung Maiwald. Die Stadt liegt am Übergang vom Renchtal zur Oberrheinebene und zu den Vorhöhen des Schwarzwalds. Ihr Klima wird als mild beschrieben und durch Luft aus dem Rheintal beeinflusst.
Landschaft und Geologie
Während die Bereiche in der Rheinebene überwiegend flach sind, reicht Ulm in die Vorbergzone und in höher gelegenes Gelände. Der Geotop Kutzenstein oberhalb von Renchen-Ulm erreicht 325 Meter und liegt an der Grenze zu Waldulm. In den Ebenen der Rheinniederung prägen quartäre und pliozäne Sande und Kiese des Oberrheingrabens den Untergrund. Der Kutzenstein besteht aus grobkörnigem grauem Granit, der örtlich Schwartenmagen-Granit genannt wird.
Weinbau
Obstbau und Weinbau gehören zu den bedeutenden landwirtschaftlichen Aktivitäten in Renchen; besonders im Stadtteil Ulm erstrecken sich größere Weinbergflächen. Renchen liegt in der Weinbauregion Baden und im Weinbaugebiet Ortenau. Ein in Renchen-Erlach ansässiger Weinbaubetrieb dokumentiert für das Renchtal die Rebsorten Grauburgunder, Weißburgunder, Müller-Thurgau, Riesling und Spätburgunder. Die dort beschriebenen Weine werden als fruchtig und schlank mit ausgeprägterer Säure und mineralischem Charakter aus verwittertem Granitboden beschrieben.
Geschichte
Renchen wurde erstmals 1115 urkundlich erwähnt und erhielt am 10. Mai 1326 die Stadtrechte. Der Renchener Vertrag vom 25. Mai 1525 beendete nach der städtischen Geschichtsdarstellung den Bauernkrieg in der Markgrafschaft Baden und der Ortenau.