Lage und Böden
Der Ölberg ist die Einzellage Hohentengener Ölberg bei Hohentengen am Hochrhein in der Weinbauregion Baden. Der Weinberg liegt nahe dem Hochrhein, ist nach Süden ausgerichtet und umfasst untere, mittlere und obere Hangbereiche. Der obere Bereich wird als Steillage beschrieben.
Geologisch liegt der Hohentengener Ölberg auf Oberer Süßwassermolasse, die vor etwa 15 bis 5 Millionen Jahren entstand. Die regional beschriebenen Böden sind mitteltief, kiesig und teilweise kalkhaltig und bestehen aus Lehm über Mergel und Sandstein. Nach Angaben des Bewirtschafters finden sich außerdem vom Rhein transportiertes Alpenmoränenmaterial, Löss und Lehm sowie in Teilen des oberen Hangs Kies, Steine und eine Schieferschicht.
Rebflächen und Rebsorten
Rund um den Engelhof wird eine zusammenhängende Rebfläche von 20 Hektar bewirtschaftet. Dokumentiert sind Müller-Thurgau, Gutedel, Spätburgunder, Chardonnay, Weißburgunder, Grauburgunder, Cabernet Mitos, Johanniter und Solaris. Der untere Hang ist mit Müller-Thurgau und Gutedel verbunden, der mittlere Bereich mit Spätburgunder und die obere Steillage mit Chardonnay.
Weine und Ausbau
Aus dem Ölberg sind trockene Weine aus Müller-Thurgau, Spätburgunder und Chardonnay dokumentiert. Müller-Thurgau und Gutedel aus dem unteren Hang werden als fruchtbetont beschrieben, ebenso der Spätburgunder aus dem mittleren Bereich, der zusätzlich als ausdrucksvoll gilt. Der Chardonnay aus der oberen Steillage wird mit einer mineralischen Ausrichtung verbunden. Die Weine werden nach Angaben des Bewirtschafters schonend vinifiziert.
Geschichte des Weinbaus
Der Weinbau am Standort wird bis in die Merowingerzeit zurückverfolgt und erreichte im Mittelalter seine größte Ausdehnung. Bürger der nahe gelegenen Schweizer Stadt Kaiserstuhl bewirtschafteten dort einst bis zu 120 Hektar Reben. Nach der Zusammenlegung umliegender Parzellen wurden 1982 wieder 20 Hektar mit Reben bepflanzt; die erste Ernte erfolgte 1986.