Lage und Einordnung
Die Bezeichnung Herrenberg steht für die Weinbergslagen Heidelberger Herrenberg und Leimener Herrenberg im Anbaugebiet Baden. Sie sind mit Heidelberg und Leimen verbunden. Der Name verweist auf den früheren Weinbergsbesitz des Deutschen Ordens und ist seit dem 16. Jahrhundert als Weinbergbezeichnung belegt.
Heidelberger Herrenberg
Der Heidelberger Herrenberg umfasst eine klassifizierte Fläche von 33,00 Hektar. Die nach Südwesten bis Westen ausgerichteten Hänge liegen auf etwa 120 bis 200 Metern Höhe und weisen 10 bis 40 Prozent Neigung auf. Die Böden bestehen aus Löss und Muschelkalk. Als klassifizierte Rebsorten sind Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Auxerrois und Spätburgunder aufgeführt.
Leimener Herrenberg
Der dokumentierte Kernbereich des Leimener Herrenbergs ist nach Westen bis Südwesten ausgerichtet, liegt auf etwa 250 Metern Höhe und hat 10 bis 30 Prozent Hangneigung. Der Muschelkalk ist von einer Lösslehmschicht bedeckt; die Lage befindet sich direkt unterhalb eines geschützten Muschelkalkbruchs. Feldraine und Hecken begrenzen den Kernbereich. Weißdornhecken am oberen Rand dienen dort als Windschutz und als Schutz des Mikroklimas.
Rebsorten und Klassifikation
Für den Leimener Herrenberg sind Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder dokumentiert, darunter trockene Weine und Einträge als VDP.GROSSES GEWÄCHS des Weinguts Seeger. Der VDP führt Heidelberger Herrenberg und Leimener Herrenberg als VDP.ERSTE LAGE. Diese Einordnung ist eine VDP-Klassifikation und keine gesetzliche deutsche Weinbauklassifikation.