Geografische Lage und Klima
Franken ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung für Wein in Deutschland. Das Weinbaugebiet wird durch den Main und seine Nebenflüsse entwässert und umfasst Rebflächen in Teilen von Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken. Es wird von den Höhenzügen Spessart, Odenwald, Rhön, Haßbergen und Steigerwald begrenzt.
Das Übergangsklima wird von West nach Ost zunehmend kontinental. Trockene, heiße Sommer stehen kalten Wintern gegenüber. Der Jahresniederschlag liegt unter 550 Millimetern. Östliche Luftströmungen können Winter- und Spätfröste verursachen.
Landschaft und Böden
Viele Weinberge liegen an steilen, meist nach Süden bis Westen ausgerichteten Hängen, die der mäandrierende Main und seine Nebenflüsse geformt haben. Hohlwege und Einschnitte teilen die Hänge in kleinräumige Lagen mit unterschiedlichen Mikroklimata.
Die wichtigsten geologischen Formationen sind Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Im westlichen Vorspessart kommen Gneis und Glimmerschiefer vor, im Maintal teilweise sandige Auenböden.
Rebsorten und Weinprofile
Zu den wichtigsten Rebsorten zählen Silvaner, Müller-Thurgau, Bacchus, Riesling und Kerner. Außerdem werden unter anderem Scheurebe, Spätburgunder und Domina angebaut. Silvaner ist besonders mit den Muschelkalk- und Keuperböden Frankens verbunden.
Die Weißweine werden als fruchtig, häufig mineralisch und dicht beschrieben, mit weicher, harmonischer Säure und einer Bandbreite von trocken bis süß. Rotweine zeigen eine zarte Fruchtigkeit, eine samtige Struktur und zurückhaltende Tannine; kräftigere Ausprägungen können reife Beerenaromen und eine ausgeprägte phenolische Struktur aufweisen.
Anbau und traditionelle Bezeichnungen
Rund 20 Prozent der Rebfläche liegen an Steilhängen und auf Terrassen. Wegen des steilen Geländes und der kleinstrukturierten Betriebe bleibt die manuelle Arbeit im Weinberg bedeutsam. Die geschützte Ursprungsbezeichnung umfasst unter anderem Stillwein, Likörwein, Qualitätsschaumwein, Perlwein und teilweise gegorenen Traubenmost.
Der Bocksbeutel gilt als traditionelles Kennzeichen des Frankenweins. Die Bezeichnungen „Fränkischer Satz“ und „Alter Fränkischer Satz“ sind an festgelegte Zusammensetzungen, gemeinsame Ernte und trockenen Ausbau gebunden.