Berg Rottland 2020 Georg Breuer

Die Lage „Berg Rottland“, nahe dem Ort Rüdesheim gelegen, ist teils von tiefgründigen Lößlehm geprägt und sonst eher flachgründig, steinig und grusig, entstanden aus Schiefer und Sandstein. Prägnante exotische Nase mit reifer Ananas. Am Gaumen reife Südfrüchte und Anflüge von grünem Tee. Ein mineralischer Riesling mit subtiler Kraft, Fluss und Tiefe. Vollfruchtig ohne dicht zu sein. Schon jetzt mit viel Länge und Spannung großartig zu genießen.

Alkohol   12,0 %
Jahrgang   2020
Volumen   0.75l
Weingut   Weingut Georg Breuer
Rebsorte   Riesling
Lage   Berg Rottland
Ort   Rüdesheim
Anbaugebiet   Rheingau
Land   Deutschland
Eingelagert   19.10.2022

60,00 € / Flasche

80,00 € / Liter

1 Flaschen verfügbar


Die Lage Berg Rottland

Lage und Einordnung

Berg Rottland ist eine Weinbergslage in Rüdesheim in der Weinbauregion Rheingau. Sie liegt am Rüdesheimer Berg nahe dem westlichen Stadtrand und unmittelbar hinter dem historischen Ortszentrum. Der VDP führt Berg Rottland als VDP.GROSSE LAGE® mit einer klassifizierten Fläche von 17,87 Hektar.

Topografie und Böden

Die vollständig nach Süden ausgerichtete Lage befindet sich auf etwa 100 bis 150 Metern Höhe. Ihre Hangneigung beträgt rund 15 bis 50 Prozent. Die Weinberge sind von wärmespeichernden Mauern durchsetzt. Stony, skelettreiche Böden mit hohem Anteil an grauem Schiefer sowie örtlich Quarzit und Kies werden teils von einer dünnen Lössschicht bedeckt. Georg Breuer beschreibt den Untergrund als graublauen Tonschiefer mit humusreichem Oberboden, Löss und verwittertem Schiefersplitt.

Klima und Rebsorten

Der Rhein sorgt für ein vergleichsweise warmes Mikroklima und unterstützt eine frühe Traubenreife. Nebelbänke aus dem Rheintal können die Entwicklung von Edelfäule fördern. Der steinige Untergrund entwässert stark und speichert nur wenig Wasser, wodurch die Lage zum Austrocknen neigen kann. Als klassifizierte Rebsorten sind Riesling und Spätburgunder angegeben. Auf einer kleinen Terrasse pflanzte Georg Breuer im Sommer 2004 Weißen Heunisch, der seit 2008 in kleinen Jahreserträgen separat vinifiziert wird.

Wein und Namensgeschichte

Der von Georg Breuer erzeugte trockene Berg-Rottland-Riesling wird als mineralisch mit fester Säure und langem mineralischem Nachhall beschrieben. Er reift elf Monate in gebrauchten Fässern mit 1.200 und 600 Litern Fassungsvermögen und besitzt Entwicklungspotenzial über viele Jahre. Der Name Rottland geht auf mittelalterliche Begriffe für das Roden oder Urbarmachen von Land zurück und wird mit einer Schenkung von Brachland an Rüdesheimer Weinbauern zwischen 1031 und 1051 verbunden.

Über das Weingut

Weingut im Rheingau

Das Weingut Georg Breuer bewirtschaftet insgesamt 40 Hektar Rebfläche in Rüdesheim, Rauenthal und Lorch im Rheingau. Davon liegen 25,5 Hektar in Rüdesheim, 6,5 Hektar in Rauenthal und 8 Hektar in Lorch; 65 Prozent der Flächen befinden sich in Steillagen.

Lagen und Rebsorten

Die Weinberge sind zu 86 Prozent mit Riesling bepflanzt, hinzu kommen 10 Prozent Pinot Noir, 3 Prozent Pinot Gris sowie gemeinsam 1 Prozent Pinot Blanc, Orléans und Heunisch. Der Pfaffenwies in Lorch ist südwestlich ausgerichtet, weist bis zu 45 Prozent Hangneigung auf und liegt auf etwa 90 bis 160 Metern Höhe. Seine Böden bestehen aus steinigem Hunsrückschiefer und Taunusquarzit, in den unteren Bereichen ergänzt durch Löss. Der Rüdesheimer Berg Schlossberg ist von Schiefer und Quarzit geprägt, während im Rauenthaler Nonnenberg tiefe Phyllitböden mit Schotterauflagen vorherrschen.

Weine und Keller

Das Weingut erzeugt trockene Weine aus den Rheingauer Lagen. Die orts- und lagenbezogenen Weine werden als komplex und lagerfähig beschrieben. Rieslinge aus dem Pfaffenwies zeichnen sich durch ausgeprägte Mineralität und Säure aus, die Weine aus dem Nonnenberg durch Kraft. Orléans wird seit 2000 an den Hängen des Rüdesheimer Berg Schlossberg angebaut und in kleinen Holzfässern ausgebaut. Der seit 1987 erzeugte Georg Breuer Brut aus Pinot Blanc, Pinot Gris und Pinot Noir reift elf Jahre auf der Feinhefe in der Flasche, bevor er degorgiert wird.

Geschichte und Weinbau

Bernhard Scholl und Albert Hillebrand gründeten das Weingut 1880 als Teil eines Weinhandelsunternehmens. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts befindet es sich im Besitz der Familie Breuer. Georg Breuer erweiterte den Betrieb und den Weinexport; später vergrößerten seine Söhne Heinrich und Bernhard die Rebflächen. Theresa Breuer übernahm nach dem Tod von Bernhard Breuer im Mai 2004 die Leitung und führt das Weingut heute mit Unterstützung langjähriger Mitarbeiter. Die Weinberge werden nach naturorientierten Richtlinien bewirtschaftet. Das Weingut verzichtet nach eigenen Angaben auf Herbizide und Pestizide, setzt auf angepasste Bodenbearbeitung und begrünt die Flächen mit Leguminosen. Es ist Gründungsmitglied von FAIR’N GREEN und beteiligt sich am Biodiversitätsprojekt AmBiTo.

Unser Versprechen

Große Weine – Perfekt gelagert