Weingut im Rheingau
Das Weingut Georg Breuer bewirtschaftet insgesamt 40 Hektar Rebfläche in Rüdesheim, Rauenthal und Lorch im Rheingau. Davon liegen 25,5 Hektar in Rüdesheim, 6,5 Hektar in Rauenthal und 8 Hektar in Lorch; 65 Prozent der Flächen befinden sich in Steillagen.
Lagen und Rebsorten
Die Weinberge sind zu 86 Prozent mit Riesling bepflanzt, hinzu kommen 10 Prozent Pinot Noir, 3 Prozent Pinot Gris sowie gemeinsam 1 Prozent Pinot Blanc, Orléans und Heunisch. Der Pfaffenwies in Lorch ist südwestlich ausgerichtet, weist bis zu 45 Prozent Hangneigung auf und liegt auf etwa 90 bis 160 Metern Höhe. Seine Böden bestehen aus steinigem Hunsrückschiefer und Taunusquarzit, in den unteren Bereichen ergänzt durch Löss. Der Rüdesheimer Berg Schlossberg ist von Schiefer und Quarzit geprägt, während im Rauenthaler Nonnenberg tiefe Phyllitböden mit Schotterauflagen vorherrschen.
Weine und Keller
Das Weingut erzeugt trockene Weine aus den Rheingauer Lagen. Die orts- und lagenbezogenen Weine werden als komplex und lagerfähig beschrieben. Rieslinge aus dem Pfaffenwies zeichnen sich durch ausgeprägte Mineralität und Säure aus, die Weine aus dem Nonnenberg durch Kraft. Orléans wird seit 2000 an den Hängen des Rüdesheimer Berg Schlossberg angebaut und in kleinen Holzfässern ausgebaut. Der seit 1987 erzeugte Georg Breuer Brut aus Pinot Blanc, Pinot Gris und Pinot Noir reift elf Jahre auf der Feinhefe in der Flasche, bevor er degorgiert wird.
Geschichte und Weinbau
Bernhard Scholl und Albert Hillebrand gründeten das Weingut 1880 als Teil eines Weinhandelsunternehmens. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts befindet es sich im Besitz der Familie Breuer. Georg Breuer erweiterte den Betrieb und den Weinexport; später vergrößerten seine Söhne Heinrich und Bernhard die Rebflächen. Theresa Breuer übernahm nach dem Tod von Bernhard Breuer im Mai 2004 die Leitung und führt das Weingut heute mit Unterstützung langjähriger Mitarbeiter. Die Weinberge werden nach naturorientierten Richtlinien bewirtschaftet. Das Weingut verzichtet nach eigenen Angaben auf Herbizide und Pestizide, setzt auf angepasste Bodenbearbeitung und begrünt die Flächen mit Leguminosen. Es ist Gründungsmitglied von FAIR’N GREEN und beteiligt sich am Biodiversitätsprojekt AmBiTo.