Lage und Landschaft
Obersulm ist eine Gemeinde im Sulmtal im Südosten des Landkreises Heilbronn in Baden-Württemberg und gehört zur Weinregion Württemberg. Zur Gemeinde zählen Affaltrach, Eichelberg, Eschenau, Sülzbach, Weiler und Willsbach.
Die Gemeinde liegt am Fuß der Löwensteiner Berge und umfasst einen Teil des Weinsberger Tals. Das Gelände reicht von etwa 180 Metern an der Sulm bis zu 506,5 Metern auf dem Gräfischen Bergle bei Eichelberg. Die Sulm ist der Hauptfluss und nimmt unter anderem den Schlierbach, Michelbach, Seebächle, Sülzbach und Hambach auf.
Weinbau und Klima
Obersulm beschreibt sein Weinbauklima als mild. Die Fußzonen der teilweise bewaldeten Keuperhänge werden großflächig für den Weinbau genutzt; rund 372 Hektar Rebfläche liegen im Gemeindegebiet.
Dokumentiert sind vor allem die roten Rebsorten Trollinger, Lemberger und Schwarzriesling sowie Riesling als wichtigste weiße Rebsorte. In Obersulm entstehen sowohl Rot- als auch Weißweine.
Böden und Gesteine
Die Landschaft wird von Gesteinen des Mittleren Keupers geprägt, darunter Gipskeuper, Schilfsandstein und Stubensandstein. Die sichtbaren Triasgesteine erreichen eine Mächtigkeit von bis zu etwa 150 Metern.
In den Talsohlen finden sich unter anderem eiszeitliche Terrassenschotter, jüngere Ablagerungen, lehmige Böden, Auenkiese, Schluffe und lehmig-sandige Schwemmfächer. Teile der Gipskeuperlandschaft sind von Löss bedeckt.
Geschichte und Bewirtschaftung
Der Weinbau in Obersulm ist seit dem 12. Jahrhundert durch Verträge über Weinbergsverkäufe belegt. Bis in die 1920er Jahre verkauften die örtlichen Wengerter ihre Weine überwiegend an Weinhändler; in den 1930er Jahren entstanden zunächst in den einzelnen Ortsteilen eigene Winzergenossenschaften.
Heute wird Weinbau häufig im Nebenerwerb betrieben. Viele Erzeuger liefern ihre Trauben an Genossenschaften, darunter die Winzer vom Weinsberger Tal. Daneben verarbeiten und vermarkten private Weingüter Trauben und Weine selbst. Die heutige Gemeinde entstand am 1. Mai 1972 durch den Zusammenschluss von Affaltrach, Eichelberg, Eschenau, Weiler und Willsbach; Sülzbach kam am 1. Januar 1975 hinzu.