Lage und Bezeichnungen
Hundsberg ist als benanntes Gewann im Ortsteil Eschenau des heutigen Obersulm auf einer württembergischen historischen Flurkarte von 1834 dokumentiert. Die Weinbergsbezeichnung ist außerdem als Eichelberger Hundsberg belegt und wird dem Weinbaugebiet Württemberg zugeordnet.
Landschaft und Geschichte
Die nordwestlichen Hänge des Hundsbergs werden lokal Paradies genannt. Eine kommunale Wanderwegbeschreibung weist auf Weinberge entlang der Route über den Hundsberg hin. Das Gebiet Paradies–Hundsberg war bereits vor der Flurbereinigung von 1978 als historische Weinbaulandschaft dokumentiert; dazu gehörten Weinbergsbrachen, Trocken- oder Stützmauern, Hecken, Böschungen und ein Waldsaum.
Für die Wein- und Obstbauern von Eichelberg wurde 1738 am Hundsberg ein Kelterhaus errichtet. Es wurde 1838 sowie 1839/40 erweitert und 1924 nach Eichelberg verlegt.
Böden und Weine
Für die Weinberge des Weinguts Dr. Baumann einschließlich seiner Flächen am Eichelberger Hundsberg sind Keuperböden dokumentiert. Vom Hundsberg sind unter anderem Grauburgunder und Merlot belegt. Der 2021 dokumentierte Grauburgunder wurde trocken ausgebaut und mit 14,0 % vol. abgefüllt.
Das Weingut Dr. Baumann gibt für seine Weißweine eine Kaltgärung an. Rotweine werden dort einer Maischegärung unterzogen und überwiegend in kleinen und großen Eichenholzfässern ausgebaut.