Ort · Pfalz

Neustadt an der Weinstraße

Lage und Struktur

Neustadt an der Weinstraße ist eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz am östlichen Rand des Pfälzerwaldes und an der Deutschen Weinstraße. Das Stadtgebiet umfasst rund 11.700 Hektar, die Kernstadt liegt auf etwa 136 Metern Höhe. Neben der Kernstadt gehören neun Weindörfer zum Stadtgebiet: Diedesfeld, Duttweiler, Geinsheim, Gimmeldingen, Haardt, Hambach, Königsbach, Lachen-Speyerdorf und Mußbach.

Weinbau zwischen Wald und Rheinebene

Die Weinlagen erstrecken sich zwischen dem Pfälzerwald und der Rheinebene über Hanglagen am Gebirgsrand sowie flachere Bereiche im Osten. Das besonders warme Klima mit vielen Sonnentagen unterstützt den Weinbau. Im Vorhügelland sorgt Kaltluftabfluss für günstige Bedingungen, während die Haardt als Regenbarriere das Risiko stehender Nässe verringert. Mit etwa 2.035 Hektar bestockter Rebfläche zählt Neustadt zu den größten Weinbaugemeinden Deutschlands und gehört zum Anbaugebiet Pfalz, dort zum Bereich Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße.

Rebsorten und Böden

Der Riesling ist die wichtigste Rebsorte der Pfalz. Daneben sind Burgundersorten wie Weißburgunder sowie Gewürztraminer dokumentiert. Im Stadtteil Gimmeldingen kommen Sandsteinböden mit Lehm- und Kalkanteilen vor. Die Lage Biengarten weist kräftigen Sandstein mit Lehm- und Kalkeinschlüssen auf; kalkreiche Abschnitte werden für Weißburgunder genutzt. Weine von kräftigeren, teils kalkhaltigen Böden werden als mineralisch, frisch und strukturiert beschrieben.

Geschichtlicher Hintergrund

Die heutige Stadt entwickelte sich aus einer vermutlich zwischen 1200 und 1230 gegründeten pfälzischen Siedlung. 1230 wurde Neustadt erstmals als „Nova Civitas“ erwähnt, 1275 erhielt der Ort Stadtrechte. Am 27. Mai 1832 fand auf der Burg Hambach das Hambacher Fest statt, das als bedeutendes Ereignis der deutschen Demokratiegeschichte dokumentiert ist.

Ausgewählte Weine

Wein aus Neustadt an der Weinstraße