Das Weingut Christmann hat seit 2017 einen Anteil an der Neustadter Großen Lage "Vogelsang". Der Neustadter Vogelsang steht seit 50 Jahren zum ersten Mal wieder auf einem Etikett. Der Boden besteht aus mehr als 200 Millionen Jahre altem Muschelkalk, der beim Einbruch des Oberrheingrabens an die Oberfläche gelangt ist und an der Mittelhaardt in dieser Form einzigartig ist. Der Weinberg fällt mit einer Neigung von bis zu 50% recht steil nach Süden ab. Aufgrund seiner Lage im Ausgang des Neustadter Tals, in bis zu 260 m Höhe, ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für viel Spannung im Wein sorgen.
| Alkohol | 12,5 % | |
| Jahrgang | 2021 | |
| Volumen | 1.5l | |
| Weingut | Weingut Christmann | |
| Rebsorte | Riesling | |
| Lage | Vogelsang | |
| Ort | Neustadt an der Weinstraße | |
| Anbaugebiet | Pfalz | |
| Land | Deutschland | |
| Eingelagert | 16.11.2022 |
Vogelsang ist eine Weinbergslage in Neustadt an der Weinstraße in der Pfalz. Die nach Süden ausgerichtete Lage befindet sich am Ausgang des Neustadter Tals und weist dadurch deutliche Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen auf. Christmann gibt die Höhenlage mit 160 bis 280 Metern, die durchschnittliche Hangneigung mit 25 Prozent und einzelne Abschnitte mit bis zu 50 Prozent an.
Der Weinberg steht auf Muschelkalk, der laut Christmann mehr als 200 Millionen Jahre alt ist und beim Absinken des Oberrheingrabens freigelegt wurde. Die Stadt Neustadt etablierte Vogelsang 2018 als neue Einzellage und ordnete sie der Sammellage Meerspinne zu; die kommunale Bekanntmachung nennt eine Fläche von 9,7 Hektar. Im VDP-Profil sind 8,52 Hektar klassifiziert. Vogelsang ist als VDP.GROSSE LAGE® eingestuft, die klassifizierten Rebsorten sind Riesling und Spätburgunder.
Christmann bewirtschaftet 2,7 Hektar in Vogelsang. Riesling nimmt den größten Teil der Flächen ein, besonders in den höheren Bereichen und Terrassen; dort stehen unter anderem Reben aus den Jahren 1982, 1983 und 2019. Im unteren, steilen und terrassierten Abschnitt wachsen 2019 gepflanzte Pinot-Noir-Massale-Selektionen aus der Côte d’Or. Der Vogelsang-Riesling wird vollständig selektiv von Hand in kleinen Kisten gelesen und spontan in großen Holzfässern vergoren.
Christmann erwarb seine Parzellen in Vogelsang 2017. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden Weine der Lage an den bayerischen Königshof geliefert und in Gedichten erwähnt. Später lag das Gelände als mögliches Bauland brach, bevor ein Schutzstatus die Entwicklung verhinderte. Für den Vogelsang-Riesling des Jahrgangs 2021 nennt Christmann den 8. und 15. Oktober als Lesetermine, eine Abfüllung im Juli 2022 und einen Alkoholgehalt von 12,5 Prozent.
Das Weingut Christmann liegt in Gimmeldingen in der Pfalz. Die Weinberge befinden sich rund um Gimmeldingen, Königsbach, Neustadt und Ruppertsberg. Seit 1845 entstehen auf dem Gimmeldinger Gut Riesling- und Pinot-Noir-Weine. Steffen Christmann übernahm das Familienweingut 1996; seit 2017 führt er es gemeinsam mit Sophie Christmann.
Das Weingut bewirtschaftet seine Weinberge ökologisch und biodynamisch. Dazu gehören Arbeiten nach Mondphasen, biodynamische Präparate, eigener Kompost sowie Begrünungen, Hecken und Bäume zur Förderung von Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität. Aufgeführt sind eine EU-Bio-Zertifizierung sowie respekt-BIODYN und La Renaissance des Appellations.
Die Lagen umfassen Hänge mit fünf bis 50 Prozent Neigung und südlicher, südöstlicher oder ost-südöstlicher Ausrichtung. Zu den dokumentierten Böden zählen Buntsandstein, Terrassenkies, kalkhaltiger Mergel und Kalkstein. Einzelne Weinberge weisen außerdem Terra Fusca, Kalkriffe, Sandsteingeröll, Löss, Muschelkalk und Basalteinschlüsse auf.
Die wichtigsten Rebsorten sind Riesling und Pinot Noir beziehungsweise Spätburgunder. Ergänzend werden Weissburgunder, Grauburgunder und Muskateller angebaut. Der Königsbacher Idig ist mit Riesling und Pinot Noir bestockt, während die Gimmeldinger Meerspinne und der Königsbacher Ölberg-Hart Rieslinglagen sind.
Das aktuelle Weinbergsportfolio konzentriert sich auf die Klassifikationen VDP.ERSTE LAGE und VDP.GROSSE LAGE. Die Trauben werden in mehreren Durchgängen gelesen; für Weine aus klassifizierten Lagen ist Handlese dokumentiert.
Das Weingut erzeugt trockene Riesling- und Pinot-Weine, die ihre Herkunft aus den Weinbergen ausdrücken sollen. Der Rieslingstil wird als kraftvoll und zugleich lebendig beschrieben, der Pinotstil als elegant und von feiner Säure geprägt. Eine schonende Handlese, langsame Pressung, spontane Gärung und der Ausbau in Holzfässern gehören zu den dokumentierten Kellerpraktiken.
Die Weine „Aus den Lagen“ stammen aus klassifizierten Weinbergen, werden von Hand gelesen, spontan vergoren und aus ausgewählten Fässern komponiert. Der Riesling „Aus den Lagen“ vergärt teilweise spontan in großen Holzfässern. Beim Gimmeldinger Schild Pinot Noir des Jahrgangs 2023 erfolgten eine Maischegärung mit 20 Prozent Ganztrauben und 17 Monate Barriqueausbau.