Lage und Einordnung
Biengarten ist eine rechtlich eingetragene Einzellage im Ortsteil Gimmeldingen von Neustadt an der Weinstraße in der Weinbauregion Pfalz. Die Lage erstreckt sich zwischen Gimmeldingen und Königsbach am Rand des Waldes in den Haardthöhen. Das Rebflächenverzeichnis von 2024 weist 19,0 Hektar bestockte Fläche aus; das VDP-Profil nennt 17,0 Hektar klassifizierte VDP-Weinbergsfläche. Biengarten ist als VDP.ERSTE LAGE® eingestuft.
Topografie, Klima und Böden
Die steilen Terrassen und Hänge sind nach Südost bis Ostsüdost ausgerichtet, weisen ein Gefälle von 10 bis 25 Prozent auf und liegen auf 185 bis 190 Metern Höhe. Eine leichte Mulde schützt vor kalten Winden. Die erhöhte Lage erhält früh morgens Sonne und wird an heißen Abenden früher beschattet. Die Böden bestehen aus kalkhaltigem Mergel und Buntsandstein über Kalkstein; beschrieben werden außerdem tertiärer Kalkmergel, Terra fusca sowie örtliche Ton- und Kalkeinschlüsse.
Rebsorten und Weinstil
Als klassifizierte Rebsorten führt das VDP-Profil Riesling, Weißer Burgunder und Spätburgunder. Eine Parzelle von A. Christmann ist mit 1982 gepflanzten Spätburgunderreben bestockt. Für eine separate Parzelle von Sektgut Christmann & Kauffmann sind Rieslingreben aus den Pflanzjahren 1982 und 2016 dokumentiert. Die Weine aus Biengarten werden mit Schichtung, ausgeprägter Frische, lebendiger Fruchtsäure und Spritzigkeit verbunden. Ein dokumentierter Riesling-Sekt aus der Lage ist mineralisch, vollmundig und im Stil Brut Nature ausgebaut.
Bewirtschaftung und Ausbau
In der dokumentierten Biengarten-Parzelle von A. Christmann erfolgt die Lese selektiv von Hand in kleinen Kisten. Die Vinifikation umfasst spontane Gärung und einen Anteil von 10 Prozent Ganztrauben. Der dokumentierte Riesling-Sekt von Sektgut Christmann & Kauffmann vergärt spontan im Holzfass und reift 45 Monate auf der Hefe. Der Biengarten-Spätburgunder von A. Christmann wird etwa 16 bis 17 Monate in Barriques ausgebaut; im Jahrgang 2021 beträgt der Anteil neuen Holzes 10 Prozent.