Lage an der Nahe
Münster-Sarmsheim ist eine Gemeinde im Weinbaugebiet Nahe an der Nahe, am Fuß des Hunsrücks und nahe Bingen am Rhein. Die Gemeinde liegt etwa zwei Kilometer oberhalb der Mündung der Nahe in den Rhein.
Weinberge und Böden
Die dokumentierten Weinbergslagen weisen überwiegend südliche oder südöstliche Ausrichtungen und Hangneigungen von 20 bis 60 Prozent auf. Für Pittersberg, Rheinberg und Kapellenberg sind Höhenlagen von etwa 100 bis 200, 120 bis 180 beziehungsweise 130 bis 190 Metern über dem Meeresspiegel dokumentiert. Zu den Böden zählen Quarzit, roter Schiefer, Schiefer, Phyllit, Löss und lössbürtiges Material.
Lagen und Rebsorten
Der Dautenpflänzer umfasst rund 4,5 Hektar und ist süd-südöstlich ausgerichtet; seine Böden bestehen aus Löss und verwittertem Schiefer. Der Kapellenberg ist mit 37 Hektar klassifizierter Fläche ausgewiesen, im Rheinberg wurden 2013 zwei Hektar Weinbergterrassen angelegt. Kapellenberg, Pittersberg und Rheinberg sind als VDP.ERSTE LAGE eingestuft, Dautenpflänzer als VDP.GROSSE LAGE. Als klassifizierte Rebsorte ist dort Riesling dokumentiert; außerdem sind Scheurebe im Dautenpflänzer und Spätburgunder für Weine aus Münster-Sarmsheim belegt. Dokumentiert sind trockene sowie frucht-süße Rieslinge.
Geschichte
Münster-Sarmsheim entstand am 1. Oktober 1928 durch die Zusammenlegung der zuvor selbstständigen Gemeinden Münster und Sarmsheim. Historische Quellen belegen Weinbau in der Region mindestens seit dem Mittelalter; eine Urkunde von 1158 erwähnt einen Weinberg in Münster. Zudem ist eine römische Besiedlung mit einer 1895 ausgegrabenen villa rustica dokumentiert.