Lage und Landschaft
Breisach am Rhein liegt in Baden direkt am Oberrhein. Der internationale Grenzverlauf zu Frankreich führt durch den Altrhein. Das Gemeindegebiet reicht bis zum Tuniberg und umfasst die rund 7 bis 10 Kilometer vom Stadtzentrum entfernten Weinbauorte Niederrimsingen und Oberrimsingen.
Relief, Gestein und Klima
Die historische Oberstadt liegt auf dem Münsterberg und erreicht am Radbrunnenturm 226,3 Meter, während das Gutgesellentor in der Unterstadt auf 191,7 Metern liegt. Der Siedlungskern befindet sich auf einer vulkanischen Nephelinit-Tephrit-Formation; südlich der Unterstadt begrenzt der Eckartsberg das Gelände. Der Tuniberg erhebt sich als flacher Rücken etwa 120 Meter über die südliche Oberrheinebene.
Breisach zählt nach städtischer Darstellung zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Das Klima ist durch warme Sommer und milde Winter geprägt. Angegeben werden 578 Millimeter Jahresniederschlag, eine mittlere Jahrestemperatur von 9,9 °C, 1.720 Sonnenstunden und 140 bis 150 klare Tage pro Jahr. Im Gebiet kommen fruchtbare Lössböden vor, deren Entstehung auf Staubablagerungen aus dem Alpenvorland zurückgeführt wird.
Weinbau
Zu den innerhalb von Breisach am Rhein gelegenen Weinbergslagen gehören Eckartsberg und Augustinerberg. Der Eckartsberg ist ein kleiner, mit Reben bewachsener Hügel südlich der historischen Stadtmitte; an seinem Anstieg und auf dem Hügel liegen Weinberge. Für die klassifizierte Lage Breisacher Eckartsberg werden Weißer Burgunder, Grauer Burgunder und Spätburgunder auf 3,46 Hektar geführt.
Ein dokumentierter Spätburgunder vom Breisacher Eckartsberg ist trocken ausgebaut und stammt von Reben auf vulkanischem Verwitterungsgestein. Die Herstellung umfasst traditionelle Ganzmaischegärung und anschließende Reifung in Barriquefässern. Parzellen im Stadtteil Niederrimsingen wurden 2023 der Einzellage Rotgrund und der Großlage Attilafelsen zugeordnet.
Geschichte
Archäologische und historische Hinweise belegen eine Besiedlung des Münsterbergs bereits in der Jungsteinzeit. Später entstand dort ein römisches Kastell. Ein Edikt Kaiser Valentinians I. vom 30. August 369 nennt Breisach erstmals urkundlich als „brisiacus“. 1273 wurde die Stadt unter König Rudolf von Habsburg zur Freien Reichsstadt und erhielt damit unter anderem das Recht zur Befestigung, zur Abhaltung von Märkten und zur Münzprägung.
Nach städtischen Angaben wurden am Ende des Zweiten Weltkriegs etwa 85 Prozent Breisachs durch Artilleriebeschuss zerstört. Bis 1954 war die Stadt weitgehend wiederaufgebaut.