Lage und Prägung
Albig liegt im Hügelland von Rheinhessen und ist durch Landwirtschaft und Weinbau geprägt. Die Gemeinde ist als Weinbaugemeinde dokumentiert.
Weinlagen und Böden
Zu Albig gehören die Weinlagen Homberg, Hundskopf und Schloß Hammerstein. Im Homberg finden sich Mergel- und Pararendzina-Böden aus tertiären Meeresablagerungen sowie Kalkstein- und Rendzina-Böden im Bereich eines Kalkalgenriffs. Hundskopf weist kalkhaltige, tonreiche Mergel- und Pararendzina-Böden auf, während Schloß Hammerstein von Kalkstein- und Rendzina- sowie Mergel- und Pararendzina-Böden geprägt ist.
Hundskopf und Weincharakter
Der Hundskopf liegt an einem südwestwärts ausgerichteten Hang. Auf dem höchsten Punkt befinden sich die Weinlage und der 2001 eingeweihte Beobachtungsturm Auf dem Fels. Am Standort sind alle Rebsorten vertreten. Das Profil beschreibt edelsüße Weine mit Lagerpotenzial sowie vollmundige Weine mit ausgewogener Säure und fruchtbetonten Aromen bei Weiß- und Rotweinen.
Geschichte
Albig wurde 767 erstmals in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erwähnt, die auch einen Weinberg umfasste. Zwischen 768 und 788 sind weitere Schenkungen von Weinbergen, Feldern und anderem Besitz überliefert. Nahe der Weinlage Schloß Hammerstein wurden Überreste einer römischen Villa rustica entdeckt, deren Ruinen offenbar als mittelalterliche Burg gedeutet wurden und zur Bezeichnung der Weinlage beitrugen.