Lage und Ausdehnung
Schloß Hammerstein ist eine Einzellage in Albig innerhalb des Teilgebiets Nierstein in Rheinhessen. Sie gehört zur Großlage Petersberg. Die Weinbergslage umfasst 160 Hektar und liegt auf etwa 180 bis 250 Metern Höhe. Ihre Ausrichtungen reichen von Osten, Norden, Westen bis Süden.
Böden
Die Lage umfasst Kalksteinrendzina aus tertiären Meeresablagerungen im Zusammenhang mit einem Kalkalgenriff. Diese Böden sind flach bis mitteltief, sehr kalkreich, steinig und sandig-lehmig. Sie speichern wenig pflanzenverfügbares Wasser, sind jedoch gut durchlüftet und erwärmen sich gut. Daneben kommt Mergel beziehungsweise Pararendzina aus kalkreichen Tonen und Sanden vor. Dieser Boden ist tief, kalkreich und tonreich, weist jedoch eine begrenzte Durchlässigkeit und Durchlüftung auf.
Weincharakter
Den Kalksteinparzellen werden mineralische, kreidige Weine mit ausgewogener Säure zugeschrieben. Ihr Aromenspektrum entwickelt sich von Zitrusfrüchten, Apfel und Stachelbeere hin zu Mango und Passionsfrucht. Die Mergelparzellen werden mit dichten, vollmundigen Weinen und ausgewogener Säure verbunden. Weißweine zeigen saftige, exotische Fruchtnoten, Rotweine Noten dunkler Früchte sowie rauchig-würzige Nuancen.
Namensgeschichte
Der Name geht auf Mauerreste nahe Albig zurück, die zunächst als mittelalterliche Burg Schloß Hammerstein gedeutet wurden. Archäologische Funde identifizierten die Überreste später als römische Villa rustica. Sie liegt unterhalb der Sumbornquelle auf einem Hügel bei Albig. Die historischen Reste sollen während des Vordringens der Alamannen, vermutlich um 400 n. Chr., zerstört worden sein.