Lage und Ausdehnung
Homberg ist eine Einzellage innerhalb der Großlage Petersberg im Teilgebiet Nierstein. Sie liegt in der Gemeinde Albig in Rheinhessen und umfasst 52 Hektar.
Topografie und Böden
Die Weinlage befindet sich auf etwa 160 bis 207 Metern Höhe und weist Ausrichtungen von Nordwest bis Südwest auf. Dokumentiert sind Mergel beziehungsweise Pararendzina sowie Kalkstein beziehungsweise Rendzina. Die Mergelböden bestehen aus kalkhaltigen Lehmen und Sanden tertiärer Meeresablagerungen. Sie sind tiefgründig, kalkreich und tonig, speichern stark quellfähigen Ton und weisen eine begrenzte Wasser- und Luftdurchlässigkeit sowie einen hohen Nährstoffgehalt auf. Die Kalksteinböden gehen auf tertiäre Meeresablagerungen im Zusammenhang mit einem kalkhaltigen Algenriff zurück; sie sind flach bis mitteltief, sehr kalkreich und steinig, mit sandigem Lehm sowie guter Durchlüftung und Wärmeaufnahme.
Weinstil
Die Mergelböden werden mit dichten, vollmundigen Weinen und ausgewogener Säure verbunden. Als Aromen werden bei Weißweinen Mango, Honigmelone und Aprikose sowie bei Rotweinen dunkle Früchte und rauchige Gewürze genannt. Die Kalksteinböden stehen für ausdrucksstarke, lebhafte und aromatische Weine mit ausgewogener Säure sowie mineralisch-kreidigen Eigenschaften; das Aromenspektrum reicht von Zitrusfrüchten, Apfel und Stachelbeere bis zu reifer Mango und Passionsfrucht.
Name und Bewirtschaftung
Der Name Homberg ist aus Hohenberg hervorgegangen und bedeutet hoher Berg. Der Albiger Flurname ist seit 1333 belegt; bis ins 15. Jahrhundert sind Formen wie Hohenberg überliefert, später Hoenberg und schließlich Homberg. Das Weingut Philipp führt die Lage unter den von ihm rund um Albig bewirtschafteten Weinbergen und nennt Mergel, Sand und Kalkstein als relevante Untergründe.