Lage und Geschichte
Mayschoß ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Altenahr. Der Ort liegt im Ahrtal und umfasst den Ortsteil Laach. Das Siedlungsgebiet befindet sich in einem breiten, vom Umlaufberg Etzhardt geprägten Talbecken. Erstmals wurde Mayschoß 1106 unter dem Namen Meinscozen erwähnt.
Weinbau im Ahrtal
Die Weinberge rund um Mayschoß liegen an steilen Terrassen und Hängen entlang der Ahr. Viele dieser Flächen werden von Hand bewirtschaftet; neben Einzelpfahlerziehung und Drahtrahmen kommen an besonders steilen Lagen auch Monorackbahnen zum Einsatz. Flusswindungen, Felsformationen und die Ausrichtung der Weinberge prägen ein geschütztes, kleinräumiges Mesoklima. Die Böden bestehen vor allem aus Schieferverwitterung und Grauwacke, teils ergänzt durch Löss oder lössartige Böden.
Burgberg, Laacherberg und Mönchberg
Der Burgberg umfasst die früheren Lagen Lochmühlerley und Silberberg. Seine Weinberge steigen am Saffenberghang an und werden teilweise durch eine Monorackbahn erschlossen. Das Areal wird mit 47 Hektar, davon 28 Hektar bestockt, beschrieben; die west- bis ostgerichteten Hänge liegen auf 140 bis 250 Metern Höhe, etwa die Hälfte gilt als steil. Der Laacherberg liegt oberhalb von Laach, ist süd- bis südwestlich ausgerichtet und umfasst 49 Hektar, davon 15 Hektar bestockt. Die Höhenlage reicht von 150 bis 260 Metern, 70 Prozent der Fläche sind steil. Der Mönchberg schließt die frühere Lage Schieferlay ein und verbindet südwärts gerichtete Steilterrassen an einer Ahrschleife mit teilweise neu geordneten Rebflächen am nördlichen Rand des Mayschoßer Beckens.
Rebsorten und Weinbautradition
In Mayschoß werden unter anderem Spätburgunder, Frühburgunder, Riesling, Regent, Domina, Dornfelder, Portugieser, Müller-Thurgau, Weißburgunder und Solaris angebaut. Für den Laacherberg ist ein trockener Spätburgunder mit kräftigem, burgundisch geprägtem Profil und mineralischem Charakter dokumentiert. Ein trockener Mönchberg-Spätburgunder stammt von alten Reben auf kargen Schieferböden; für den beschriebenen Wein wird ein Höchstertrag von 3.500 Litern je Hektar angegeben. Am 20. Dezember 1868 gründeten 18 Mayschoßer Winzer eine Winzergenossenschaft. Nach dem Zusammenschluss mit der Genossenschaft Altenahr entstand 1982 die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr. Die Genossenschaft begann 1873 mit dem Bau gewölbter Kellerstollen, 1888 und 1889 folgten weitere Keller für die Fasslagerung. Die Weine aus Mayschoß gehören zur geschützten Ursprungsbezeichnung Ahr.