Lage und Klima
Heidelberg liegt am südwestlichen Rand des Odenwalds zwischen Neckartal und Oberrheinebene. Die Stadt gehört zum badischen Weinbaugebiet; die Weinberge werden dem Weinbaubereich Badische Bergstraße zugeordnet. Das milde Klima gilt als günstig für den Weinbau. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt in Heidelberg 10,2 °C, am Königstuhl 7,3 °C.
Relief und Böden
Bewaldete Hänge begleiten die Täler von Neckar und Rhein. Im Heidelberger Stadtwald liegen die Höhen zwischen 100 und 568 Metern über dem Meeresspiegel. Geologisch prägt Mittlerer Buntsandstein die Umgebung, entsprechend dominieren sandige und sandig-lehmige Böden. Der südwestlich ausgerichtete Heidelberger Dachsbuckel besitzt verwitterte Buntsandsteinböden und ist im Norden und Osten durch Ausläufer des Königstuhlmassivs geschützt.
Weinlagen und Bewirtschaftung
Der Dachsbuckel umfasst etwa sieben Hektar und wird seit den späten 1950er-Jahren von der Familie Bauer bewirtschaftet. Die Fläche ist seit 1967 dauerhaft begrünt, um Erosion zu verringern und die organische Substanz im Boden zu fördern. Der Heidelberger Herrenberg liegt auf 120 bis 200 Metern Höhe, weist Löss- und Muschelkalkböden auf und ist nach Südwesten bis Westen ausgerichtet. Er ist als VDP.ERSTE LAGE® mit einer klassifizierten Fläche von 33 Hektar eingestuft. Die historische Sonnenseite ob der Bruck umfasst heute noch etwa 1,4 Hektar.
Geschichte und Weinstil
Weinbau in der Heidelberger Umgebung ist seit der Mitte oder dem späten achten Jahrhundert belegt. Das Weingut Hans Winter wurde 1749 gegründet und wird als ältestes Weingut der Stadt beschrieben. In Heidelberg sind unter anderem Riesling, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Chardonnay und Spätburgunder dokumentiert. Das Weinspektrum umfasst trockene Rieslinge, Burgunderweine und Spätburgunder sowie Rosé, Kabinett und Spätlese.