Lage und Klima
Dachsbuckel ist eine benannte Einzellage im Süden von Heidelberg an der Badischen Bergstraße, im Bereich Heidelberg-Emmertsgrund nahe den südlichen Heidelberger Weinbaubezirken. Die nach Südwesten ausgerichtete Hanglage wird im Norden und Osten durch Ausläufer des Königstuhls geschützt. Nach Angaben des Betreibers tragen Ausrichtung und Schutz zu einem günstigen lokalen Weinbauklima bei.
Boden und Geschichte
Die Böden bestehen aus verwittertem Buntsandstein und werden als relativ nährstoffarm sowie stark von verwittertem rotem Sandstein geprägt beschrieben. Heinrich Bauer pflanzte 1958 die ersten Reben. Die erste Traubenernte erfolgte 1960 und wurde zunächst beim Heidelberger Weingut Mannsperger ausgebaut. Seit 1976 werden die Weine nach Angaben des Betreibers in der Winzergenossenschaft Wiesloch vinifiziert. Die letzten Flächen wurden 1978 bepflanzt; seitdem umfasst die Lage 7 Hektar.
Rebsorten und Weinstile
Das Rebsortenspektrum reicht nach Angaben des Betreibers von Riesling bis Spätburgunder und legt einen Schwerpunkt auf Burgundersorten. Zu den für die Dachsbuckel-Flächen des Weinguts Bauer dokumentierten Rebsorten gehören Müller-Thurgau, Kerner, Riesling, Auxerrois, Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder und Regent. Das dokumentierte Sortiment umfasst trockene, feinherbe und süße Weine; ein regionaler Weinführer weist 88 Prozent trockene, 7 Prozent feinherbe und 5 Prozent süße Weine aus.
Bewirtschaftung
Die Weinberge sind seit 1967 dauerhaft begrünt. Die Begrünung soll Erosion mindern, das Bodenleben fördern und organische Substanz beitragen. Als organische Dünger kommen in ausgewählten Weinbergen kompostierter Pferdemist und Traubentrester zum Einsatz. Herbizide werden vermieden; die Vegetation unter den Reben wird etwa drei- bis viermal jährlich mit einem Bürstenmäher bearbeitet. Fehlende Reben werden von Hand nachgepflanzt, was durch die zahlreichen Buntsandsteine erschwert wird. Beim Winterschnitt bleiben ein oder gelegentlich zwei Ruten mit etwa 8 bis 12 Knospen stehen, um den späteren Ertrag zu regulieren. Bei einer Erneuerung wurden rund 40 Jahre alte Müller-Thurgau-Reben durch Spätburgunder ersetzt; die neuen Zeilen wurden maschinell gepflanzt und per GPS ausgerichtet.