Ort · Ahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Lage und Landschaft

Bad Neuenahr-Ahrweiler liegt im nördlichen Rheinland-Pfalz im Ahrtal, zwischen den Höhen der Eifel und dem Rhein. Die Stadt erstreckt sich durch einen breiten Talabschnitt und ist von bewaldeten Hügeln und Weinbergen umgeben. Die Rebhänge sind hier sanfter als im engeren oberen Ahrtal.

Weinbau und Klima

Mit mehr als 300 Hektar bestockter Rebfläche ist Bad Neuenahr-Ahrweiler die größte Weinbaugemeinde im Ahrtal und gilt als dessen bedeutendste Stadt. Die größten zusammenhängenden Weinbauflächen liegen rund um Ahrweiler und konzentrieren sich vor allem auf warme Hänge. Das Weinbauklima wird durch den Regenschatten der Eifel und die Nähe zum milden Rheinklima geprägt; zwischen Marienthal und Bad Neuenahr herrscht ein vergleichsweise trockenes, kontinental beeinflusstes Mikroklima.

Böden und Weinlandschaft

Die Weinberge der Stadt gehören zur unteren Ahrlandschaft, in der neben Schiefer, vulkanischem Gestein und steinigen Böden auch tiefgründige Lössböden vorkommen. Der Rotweinwanderweg führt durch die Weinberge oberhalb von Ahrweiler und Bad Neuenahr und verläuft überwiegend an der sonnenexponierten Nordseite der Ahr. Vulkanische Aktivitäten entlang von Störungslinien formten den Neuenahrer Berg und die Landskrone, einen Basaltkegel bei Heppingen.

Rebsorten und Weinbau

Die Weinproduktion ist auf Rotweine ausgerichtet. Spätburgunder und Frühburgunder prägen den Anbau, während Riesling die wichtigste weiße Rebsorte ist; außerdem sind Dornfelder, Müller-Thurgau und Portugieser dokumentiert. Aus roten Spätburgundertrauben wird auch Blanc de Noir erzeugt, indem sie ohne längeren Kontakt mit den Schalen gepresst werden. Die steilen und engen Parzellen erfordern viel Handarbeit, die Traubenlese erfolgt von Hand. Drahtanlagen, Einzelpfahlerziehung auf terrassierten Flächen und Trockenmauern bestimmen das Bild der Weinberge.

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