Lage und Einordnung
Hummelberg ist eine benannte Weinbergslage in Kenzingen in der Weinbauregion Baden. Dokumentierte Bezüge ordnen die Lage dem Gebiet Bombach zu. Nach der historischen Zusammenlegung lokaler Weinbergsnamen ist Hummelberg als Einzellage innerhalb Kenzingens dokumentiert.
Relief und Böden
Das Weinbaugebiet besteht aus Weinbergshängen, die durch Flurbereinigungsmaßnahmen von 1970 bis 1977 neu gestaltet und erschlossen wurden. Im Hummelberg-Blosenberg-Gebiet treten Unterer Muschelkalk mit Kalkstein-, kalkhaltigen Feinsandstein- und Tonsteinlagen sowie darüber Mittlerer Muschelkalk mit Ton und Mergel auf. Durch die Geländegestaltung ist örtlich Löss beigemischt. Für einzelne Parzellen sind tiefgründige Lösslehmböden sowie Löss, Lösslehm, kalkhaltiger Mergel und Muschelkalkböden dokumentiert.
Entwicklung der Weinberge
Die Flurbereinigung von 1970 bis 1977 formte gemeinsam mit dem Blosenberg die heutige Weinbaulandschaft. Dabei wurden etwa 160 Hektar zuvor zersplitterten Geländes in intensiv bewirtschaftete Rebflächen umgewandelt und rund fünf Millionen Kubikmeter Erde bewegt. Aus zuvor 1.460 schlecht erschlossenen Parzellen wurden 543 Parzellen mit etwa 20 Kilometern befestigter Wege. Ein Hummelberg-Weinfest im Raum Bombach ist seit 1978 dokumentiert.
Rebsorten und Weinausbau
Historisch sind Riesling und Müller-Thurgau als Hummelberg-Weine aus dem Umfeld der Kenzinger Winzergenossenschaft belegt. Spätburgunder wird von den Weingütern Dr. Benz und Jägle aus Hummelberg dokumentiert. Ein Spätburgunder des Jahrgangs 2022 ist als trockener Rotwein und Badischer Landwein ausgewiesen. Für diesen Wein werden klassische Maischegärung, Gärung mit natürlichen Hefen und mehrere Monate Flaschenreife beschrieben. Für Hummelberg-Weine von Weingut Jägle sind bei Weißweinen kühle Gärung und biologischer Säureabbau sowie bei Rotweinen Maischegärung und Ausbau in großen oder kleinen Holzfässern dokumentiert.