Lage · Pfalz

Ungeheuer

Lage und Klima

Die Weinlage Ungeheuer liegt oberhalb von Forst in der Pfalz. Sie befindet sich in mittlerer Hanglage zum Haardtrand auf etwa 125 bis 180 Metern Höhe. Der nach Osten bis Südosten ausgerichtete Hang weist eine Neigung von bis zu 30 Prozent auf; teilweise wird die Lage auch als flach mit Süd- und Südostexposition beschrieben.

Die Lage ist vor Westwinden geschützt. Dies wird mit einer früheren Blüte und einem früheren Reifezeitpunkt als in anderen Lagen verbunden. Die Weinberge von Forst gelten zudem als besonders mild.

Böden und Rebsorten

Die Böden umfassen verwitterten Buntsandstein, Lehm- und Kalkanteile sowie kalkhaltigen Schotter. Stellenweise kommt vulkanischer Basalt vor. Nach der VDP-Beschreibung ermöglichen diese Bodenbestandteile sowohl Wasserspeicherung als auch die Erschließung mineralischer Elemente durch die Reben.

Für die klassifizierte VDP-Lage ist Riesling als einzige Rebsorte aufgeführt. Im größeren Weinbauareal Ungeheuer werden nach Angaben der Gemeinde außerdem Scheurebe und Riesling angebaut.

Weinstil und Klassifikation

Weine aus dem Ungeheuer werden als feinfruchtig, mineralisch, reich und vollmundig beschrieben. Als Fruchtnoten werden Pfirsich, Aprikose und Ananas genannt. Bei geeigneten Wetterbedingungen können auch natürlich süße Weine entstehen.

Ungeheuer ist als VDP.GROSSE LAGE® klassifiziert. Die VDP-Klassifikation umfasst eine Fläche von 35 Hektar und führt Riesling als klassifizierte Rebsorte; die Gemeinde beschreibt das größere Weinbauareal mit 29 Hektar.

Historische Bezeichnungen

Der VDP nennt für die Lage den Spitzenlagenstatus der bayerischen Bodenklassifikation von 1828. Die Bezeichnung Forster Ungeheuer wird dort mit dem Deidesheimer Amtmann Johann Adam Ungeheuer und dem Jahr 1699 verbunden. Die Gemeinde führt den Namen auf die bereits 1460 belegte Form „Ungehuwer“ zurück.

Orte
Forst
Anbaugebiet
Pfalz

Ausgewählte Weine

Wein aus der Weinlage Ungeheuer