Lage und natürliche Gegebenheiten
Der Turmberg ist eine Weinlage oberhalb von Durlach, einem östlichen Stadtteil von Karlsruhe in der Weinregion Baden. Die südöstlich ausgerichteten Rebflächen liegen auf etwa 260 bis 350 Metern Höhe und weisen Neigungen von bis zu 56 Prozent auf. Der Untergrund besteht aus rotem Buntsandstein.
Bewirtschaftung und Rebsorten
Das Staatsweingut beschreibt den sonnigen Standort mit einem günstigen Mikroklima für den Weinbau. Die steile Lage erschwert die Bewirtschaftung; zu den dokumentierten Arbeiten gehören Rebschnitt, Ausbrechen und Positionieren der Triebe, Laubarbeiten sowie die Weinlese.
Am Turmberg sind unter anderem Riesling, Auxerrois, Weißburgunder, Grauburgunder, Muskat-Ottonel, Lemberger, Spätburgunder, Scheurebe, Chardonnay, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot angepflanzt.
Weine und Besitzverhältnisse
Dokumentiert sind trockene Weine aus Riesling, Auxerrois, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Lemberger und Spätburgunder. Außerdem entstehen nach traditioneller Flaschengärung hergestellter Sekt und Secco.
Der Durlacher Turmberg umfasst sieben Hektar und ist eine Steillage im Alleinbesitz des Staatsweinguts Karlsruhe-Durlach. Die Lage gehört zur Weinbauregion Baden, die das Staatsweingut als Deutschlands einzige Weinbauzone B bezeichnet.
Geschichte
Eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 771 belegt Weinbau am Hohenberg, dem historischen Namen im Zusammenhang mit dem heutigen Turmberg. Das Weingut wurde 1903 als Rebenveredelungsanstalt gegründet, entwickelte sich zu einer staatlichen weinbaulichen Forschungseinrichtung und wurde 1993 von der L-Bank übernommen.