Lage und Landschaft
Der Burkheimer Schloßgarten ist eine Einzellage in Vogtsburg-Burkheim in der Weinbauregion Baden. Die klassifizierte Rebfläche umfasst 49,00 Hektar und liegt auf 210 bis 280 Metern Höhe. Sie ist südöstlich ausgerichtet und weist Hangneigungen von 0 bis 30 Prozent auf.
Zur Lage gehören alte Löss-Terrassen. Der vorherrschende Bodentyp ist Löss, der während der Eiszeiten aus verwehten Sedimenten des Rheintals über der Landschaft des Kaiserstuhls abgelagert wurde. Der Name Schloßgarten steht im Zusammenhang mit dem historischen Burkheimer Schlossbereich.
Geschichte und Weinbau
Der Weinbau in Burkheim ist seit dem Jahr 778 dokumentiert; terrassierte Rebpflanzungen im Bereich des Schlosses werden bereits für die fränkische Zeit um 750 berichtet. Das Weingut Bercher arbeitet in der klassifizierten Lage. Für das Flurstück 4469 im Gewann Schloßgarten sind 16,33 Ar Gesamtfläche und 8,23 Ar nutzbare Fläche als Rebparzelle ausgewiesen.
Rebsorten und Weinstile
Als klassifizierte Rebsorten werden Weißer Burgunder, Grauer Burgunder und Muskateller geführt. Weine mit der Lagenbezeichnung Schloßgarten sind außerdem als Auxerrois, Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder dokumentiert. Ein Grauburgunder aus der Parzelle Villinger wird als schlank und geradlinig mit frischen grünen Nuancen beschrieben.
Der dokumentierte Auxerrois ist ein trockener Weißwein mit Fruchtaromen von Mirabelle, Aprikose und Apfel sowie milder Säure. Eine Weißburgunder-Spätlese wird fruchtsüß mit 50,7 Gramm Restzucker und 7,5 Gramm Gesamtsäure ausgebaut. Ein Schloßgarten-Spätburgunder-Sekt entsteht durch Ganztraubenpressung, traditionelle Flaschengärung und mehr als 36 Monate Hefelager.