Lage und Einordnung
Rödchen ist die Weinbergslage Martinsthaler Rödchen in Martinsthal, einem Stadtteil von Eltville am Rhein im Rheingau. Der VDP führt die Lage als VDP.GROSSE LAGE® für Riesling und Spätburgunder.
Topografie und Böden
Die nach Süd bis Süd-Südwest ausgerichtete Lage liegt auf 170 bis 175 Metern Höhe und weist eine Hangneigung von 5 bis 12 Prozent auf. Die Böden werden als sandiger Lehm mit Taunusquarzit und Tonschiefer sowie regional auch als Lehm und Lösslehm beschrieben.
Rebfläche und Weine
Die klassifizierte Fläche umfasst 1,04 Hektar. Mit der Lage arbeitet das VDP-Mitglied Toni Jost. Weine aus dem Martinsthaler Rödchen werden mit einem vollmundigen Profil, ausgeprägter bis mineralischer Säure und Reifepotenzial verbunden.
Namensgeschichte
Der Name Rödchen wird entweder mit der Rodung zuvor bewaldeten und verwurzelten Landes im Jahr 1115 oder mit dem Nonnenkloster Rode und dem früheren Dorf Rode in Verbindung gebracht, das später in Martinsthal umbenannt wurde. Das Weingut Toni Jost gibt an, dass das Martinsthaler Rödchen etwa 70 Jahre vor der Veröffentlichung seiner Weingutsgeschichte durch Heirat und Erbschaft in seinen Besitz gelangte.