Lage und Klima
Die Lorcher Krone ist eine Weinbergslage in Lorch innerhalb der Weinbauregion Rheingau. Sie ist nach Südwesten ausgerichtet; für das klassifizierte Areal führt der VDP eine süd-südwestliche Orientierung und eine Hangneigung von 5 % an. Die Hänge werden an anderer Stelle mit bis zu 50 % beschrieben.
Der Rhein sorgt für ein wärmendes und temperaturausgleichendes Lokalklima. Sein Licht wird zu den Weinbergen reflektiert und trägt zur Wärmespeicherung bei, während die ansteigenden, bewaldeten Rheingauhänge die Reben vor Kaltluft schützen.
Böden und Rebsorten
Die dokumentierten Böden bestehen aus Hunsrückschiefer und Taunusquarzit. Ergänzend werden Lehm im Zusammenhang mit Taunusquarzit und Schiefer genannt. Als klassifizierte Rebsorten führt der VDP Riesling und Spätburgunder.
Weincharakter und Einordnung
Die Weine werden durch das Zusammenspiel von Frucht, Würze und Säure geprägt. In guten Jahrgängen bildet eine ausgeprägte Säure das Rückgrat. Die Lorcher Krone ist als VDP.ERSTE LAGE® eingestuft; das klassifizierte Areal umfasst 9,78 Hektar.
Die Lage wurde 1339, 1449 und 1458 unter der Bezeichnung an den cronen dokumentiert. Der Name wird entweder mit einem alten Hausnamen in Lorch oder mit einer markanten Baumkrone beziehungsweise Felsformation verbunden. Die geschützte Herkunftsbezeichnung Rheingau umfasst die Gemarkungen Lorch und Lorchhausen.