Lage und Einordnung
Klosterberg ist eine Einzellage in Oberheimbach innerhalb der Großlage Schloß Reichenstein, im Bereich Loreley des Anbaugebiets Mittelrhein. Die Weinberge liegen im Heimbachtal am linken Rheinufer, jedoch abseits des Flusses. Klosterberg gehört zu den vier amtlich benannten Oberheimbacher Einzellagen.
Klima, Gelände und Böden
Die Lage wird als kühl, erhöht und randständig im Heimbachtal beschrieben. Zugleich wird Klosterberg mit einem milden Rheinklima und einer südlichen Ausrichtung verbunden. Die Rebflächen sind tief in das Heimbachtal eingebettet und liegen vergleichsweise hoch. Der Untergrund besteht aus Schieferlehm, einem quartären, aus Schiefer entstandenen Lehm. Der mittel- bis tiefgründige, sandige bis tonige und kiesige Parabraunerde-Rigosol weist eine mittlere bis gute Wasserspeicherung, eine neutrale bis saure Reaktion und eine gute Erwärmbarkeit auf.
Rebflächen und Rebsorten
Das amtliche Weinlagenverzeichnis weist für Klosterberg in der Gemeinde und Gemarkung Oberheimbach 13,8 Hektar bestockte Rebfläche aus. Riesling ist in einer 1991 gepflanzten Parzelle dokumentiert; diese wurde 2025 gerodet. Außerdem ist Spätburgunder in einem 2021 bepflanzten Weinberg mit der Vermarktungsbezeichnung Oberheimbacher Klosterberg belegt.
Weine und Weinbereitung
Ein Riesling des Jahrgangs 2023 aus einer Klosterberg-Parzelle wurde als Deutscher Qualitätswein trocken mit 13,5 Prozent Alkohol, 5,9 Gramm Restzucker und 6,0 Gramm Säure je Liter abgefüllt. Die Trauben wurden am 30. September 2023 von Hand gelesen und selektiert. Der Wein reifte im Edelstahltank und wurde im März 2024 abgefüllt. Ein Spätburgunder Rosé des Jahrgangs 2025 wurde als Deutscher Qualitätswein trocken mit 12 Prozent Alkohol, 9 Gramm Restzucker und 6 Gramm Säure je Liter ausgebaut.