Lage und Landschaft
Oberheimbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Rhein-Nahe. Die Siedlung liegt im Tal des Heimbachs, eines linksseitigen Rheinzuflusses, innerhalb des Oberen Mittelrheintals und des Bacharacher Tals. Das Dorf befindet sich auf etwa 140 Metern Höhe.
Weinbau am Mittelrhein
Oberheimbach ist ein traditionsreicher und bedeutender Weinbauort am Mittelrhein. Der Weinbau bildete bereits früh eine wirtschaftliche Grundlage des Ortes. Die Einzellagen Klosterberg, Römerberg, Sonne und Wahrheit gehören zur Großlage Burg Reichenstein.
Klima und Böden
Für das Weinbaugebiet Mittelrhein werden eine mittlere Jahrestemperatur von 9,7 °C, eine mittlere Temperatur der Vegetationsperiode von 14,2 °C und ein Jahresniederschlag von 665 Millimetern angegeben. Rund 60 Prozent des Niederschlags fallen während der Vegetationsperiode. Im Oberen Mittelrheintal sind die Weinberge überwiegend südost- bis südwestlich ausgerichtet. Devonische Gesteine, quarzitischer Sandstein und Schiefer prägen den Untergrund; in den Talweinbergen überwiegen Braunerden und Regosole aus devonischem Schiefer.
Historische Entwicklung
Heimbach wurde am 14. Juni 983 urkundlich erwähnt, während Oberheimbach 1050 erstmals als eigenständige Siedlung unterschieden wurde. Eine Urkunde aus dem Jahr 1603 belegt, dass Heimbacher Wein bei festlichen Anlässen im Mainzer Domstift ausgeschenkt wurde. 1794 kam Oberheimbach unter französische Verwaltung, 1815 wurde der Ort nach dem Wiener Kongress Teil Preußens.