Lage und Abgrenzung
Hummelberg ist eine Weinbergbezeichnung auf dem Gemeindegebiet von Gerbrunn in Bayern, östlich und südöstlich des Ortes. Die dokumentierten Flächen liegen unter anderem am Haslachweg, nahe der Gieshügeler Straße an der Grenze zu Randersacker sowie nördlich von Gerbrunn am Südhang des Kürnacher Bergs. Die südöstliche Parzelle ist als Steillagenweinberg dokumentiert.
Boden und Bewirtschaftung
Für Weine mit der Bezeichnung Gerbrunner Hummelberg ist Muschelkalk als Boden beziehungsweise Terroir dokumentiert. Eine 2014 von Weingut Edwin Huttner bepflanzte Parzelle wird mit gesammeltem Regenwasser vom Dach einer Maschinenhalle bewässert. Weingut Ludwig Schmitt beschreibt den Anbau und Ausbau seiner Weine aus dem Gerbrunner Hummelberg als naturnah.
Rebsorten und Weinstile
Dokumentierte Weine stammen unter anderem aus Bacchus, Silvaner, Blauem Silvaner, Scheurebe, Weißburgunder, Riesling, Spätburgunder und Domina. Belegt sind trockene sowie feinherbe oder halbtrockene Weißweine, trockene Rotweine, ein trockener Spätburgunder Weißherbst und ein halbtrockener Rotling. Ein dokumentierter Spätburgunder von Weingut Ludwig Schmitt wurde auf der Maische vergoren und im Barrique ausgebaut.
Geschichte und Weinrecht
Die Weinbergbezeichnung Hummelberg ist erstmals für das Jahr 1764 dokumentiert. Im amtlichen bayerischen Weinbergsverzeichnis ist Gerbrunn Hummelberg dem fränkischen Weinbaugebiet und dem Bereich MainSüden zugeordnet. Bestimmte Parzellen erscheinen dort unter der Großlage Ewig Leben, außerdem ist Gerbrunn Hummelberg großlagenfrei aufgeführt. Die Region ist in Franken gelegen.